Für einen besonderen Glanz sorgten gleich mehrere Mitglieder europäischer Königshäuser. Königliche Kutschen aus den Niederlanden, Dänemark und Großbritannien gehörten zum Einmarsch. Unter den Ehrengästen waren Prinzessin von Oranien, Prinzessin Benedikte von Dänemark und Elena von Borbón, Infantin von Spanien.
Auch sportlich knüpfte die Eröffnung an die Geschichte Aachens an. Zwanzig Jahre nach den Weltreiterspielen 2006 kehrten zahlreiche damalige Weltmeisterinnen und Weltmeister an den Ort ihrer Erfolge zurück. Unter ihnen waren Dressur-Ikone Isabell Werth, Springreiter Jos Lansink und Fahrsportlegende Michael Freund. Besonders emotional war die Erinnerung an Zara Tindalls Weltmeistertitel in der Vielseitigkeit, den sie 2006 in Aachen gewonnen hatte.
FEI-Präsident Ingmar De Vos betonte die verbindende Kraft des Pferdesports. In Aachen werde die Vielfalt der Nationen und Kulturen gefeiert, sagte er, und zugleich gezeigt, wie Sport Menschen über gemeinsame Werte wie Respekt, Freundschaft und Spitzenleistung zusammenbringen könne. Vielseitigkeitslegende Andrew Hoy sprach im Namen der Teilnehmer den Athletenschwur.
Die Show stand ganz im Zeichen des Pferdesports. Ein besonderer Blickfang war die Große Quadrille der deutschen Landgestüte. Zusammen mit der neuen WM-Hymne entstand ein Zusammenspiel aus Musik, Reitkunst und Präzision.
Den spektakulären Schlusspunkt setzte eine eigens inszenierte Wassershow. Nach der Verdunkelung des Stadions tanzten Fontänen zu elektronischen Beats, während Lichtprojektionen den Rasen in Blau, Violett und Gold tauchten.
Für Stefanie Peters, Präsidentin des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins, markierte die Eröffnung den Übergang vom Feiern zum sportlichen Ernst: "Jetzt beginnen die Wettbewerbe, jetzt zählt jeder Moment." Bis zum 23. August werden die Weltmeistertitel in sechs Disziplinen vergeben.
Christophe Ramjoie