Als Tennisprofi war Steve Darcis Belgiens "Mister Davis Cup". Und auch als deren Kapitän oder Teamchef führt er die belgische Mannschaft zu internationalen Erfolgen, wie im vergangenen Jahr bis ins Halbfinale. Im Herbst steht die wichtige Begegnung in Österreich auf dem Programm.
Im Sommer schaut Steve Darcis aber immer wieder gerne privat in Eupen vorbei, wo er 2014 das ITF-Turnier gewinnen konnte. Damit will er unterstreichen, wie wichtig solche Nachwuchsturniere auf heimischem Boden für die Entwicklung von Tennisspielern sind. Das zeige etwa das gute Beispiel Italien.
Viele Spieler schaffen den Durchbruch
Hubert Bosten, Präsident des Königlichen Tennisclubs (KTC) Eupen, freut sich auf ein hochklassiges Turnier. "Wir haben hier mit jungen Nachwuchsspielern zu tun, die in die Weltspitze vorstoßen wollen, wie in der Vergangenheit David Goffin, Steve Darcis oder Yannik Reuter aus St. Vith. Oder der diesjährige Halbfinalist von Roland Garros, Matteo Arnaldi aus Italien, der vor ein paar Jahren beim Turnier in Eupen das Finale bestritten hat."
Diesen Stellenwert des Turniers als "Sprungbrett" kann Turnierdirektor Olivier Zimmermann nur bestätigen. "Arnaldi steht derzeit auf Platz 35 der Weltrangliste, Zizou Bergs auf 34 und der Turniersieger von 2018, Tomas Martin Etcheverry aus Argentinien, auf Platz 30. Die haben alle an diesem Turnier teilgenommen." Viele Spieler schafften den Durchbruch, so Zimmermann, und oft sehe man erst Jahre später, wo sie landen.
Erneut Wildcard für Eliott Costa
Für das Hauptfeld erhält auch in diesem Jahr Lokalmatador Eliott Costa eine Wildcard. "Eliott hat die Tennisschule der Pater-Damian-Schule durchlaufen, ist jetzt in Texas und spielt dort für eine College-Mannschaft. Und er hat dann die Möglichkeit, das zweite Mal direkt im Hauptfeld zu starten. Das ist für ihn eine sehr schöne Erfahrung."
Genau das wollen die Organisatoren vom KTC Eupen möglichst vielen jungen Talenten ermöglichen über die Qualifikationsrunden, die an diesem Wochenende starten. "Es ist wieder ein großes Feld mit 64 Teilnehmern, wo dann auch regionale Spieler die Möglichkeit haben zu spielen. Wir haben hier Rafael Geurten, einen Spieler aus Lüttich, und viele Belgier, die an der Quali teilnehmen."
Jeweils ab 18 Uhr Night-Sessions
Die Finalspiele im Doppel und Einzel werden am folgenden Wochenende ausgetragen. Unter der Woche gibt es jeweils ab 18 Uhr Abendspiele und dazu ein Rahmenprogramm, wobei das Eupener Turnier auch mit der Infrastruktur punkten kann.
"Die Atmosphäre im Park Hütte ist einzigartig", schwärmt KTC-Präsident Hubert Bosten. "Das Turnier ist ja auch ein gesellschaftliches Event. Am Dienstagabend gibt es einen Players Grill, am Donnerstag den After Work und eine Animation für jüngere Spieler mit Marie Benoît. Am Freitag präsentieren wir Pickelball, eine neue Trendsportart, die so ähnlich wie Tennis und Paddel funktioniert. Jeder ist herzlich willkommen im Park Hütte und wir freuen uns auf eine tolle Woche."
Stephan Pesch