Seit diesem Wochenende ist die neue Soccergolf-Anlage am Hohenbusch offiziell geöffnet. Für Betreiber Ralf Müller geht damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung. "Hier habe ich etwas umgesetzt, was mir richtig Spaß macht", sagt er mit sichtlicher Freude. "Da steckt wirklich sehr viel Herzblut drin."
Die Begeisterung für Soccergolf – eine Mischung aus Fußball und Golf – entdeckte Müller vor drei Jahren eher zufällig während eines Campingurlaubs. "Wir kannten Fußballgolf vorher gar nicht. Wir haben Eintritt bezahlt, sind auf das Feld gegangen und ich habe sofort zu meiner Partnerin gesagt: Das setzen wir um." Besonders überzeugt habe ihn, dass die Sportart generationsübergreifend funktioniert. "Es ist sehr gesellig, die Atmosphäre ist super und es ist ein Angebot, das wirklich jeder machen kann – von jung bis alt."
Es folgte eine mehrjährige Suche nach dem passenden Standort, die schließlich am Hohenbusch endete. Für Müller bietet das Gelände ideale Voraussetzungen. "Es hat genau das richtige Gefälle. Ganz flach wäre langweilig, zu steil wäre schwierig. Hier gibt es eine schöne Kombination aus geraden Passagen und leichtem Gefälle." Hinzu kommen die Panoramaaussicht und die direkte Anbindung an den Campingplatz. "Die Gäste können sogar zu Fuß hierherkommen."
Für die Umsetzung seines Traums ging Müller ein großes persönliches Risiko ein. Er gab seinen sicheren Beruf als Briefträger erst einmal auf und setzte ganz auf sein Projekt. "Wenn ich eine Idee habe, dann setze ich eher nicht auf Sicherheit, sondern auf mein Gefühl. Dann gehe ich die Sache zielstrebig an und setze sie um."
Obwohl die Anlage gerade erst eröffnet hat, denkt der Betreiber bereits an die Zukunft. Die Bahnen sollen in den kommenden Jahren verlängert und großzügiger gestaltet werden. "Wir mussten sie zunächst etwas kompakter anlegen. Künftig werden sie aber ausgedehnt, sodass die Besucher noch etwas länger mit Freunden oder der Familie unterwegs sein können."
Im Mittelpunkt soll jedoch nicht der sportliche Ehrgeiz stehen. Auch wenn mit der niederländischen U18-Basketballnationalmannschaft bereits prominente Gäste die Anlage getestet haben, richtet sich das Angebot ausdrücklich an jedermann. "Natürlich kann man daraus einen Wettkampf machen. Aber eigentlich geht es darum, gemeinsam mit Freunden oder der Familie eine gute Zeit in schöner Atmosphäre zu verbringen. Das Gemeinschaftsgefühl steht im Mittelpunkt."
Radio-Interview mit Ralf Müller im Player:
Christophe Ramjoie



