"Wir können das Glück kaum fassen, aber wir haben noch eine Vereinswirtin", blickt der Vizepräsident des FC Bütgenbach, Charles Servaty, auf seine bisherige Zeit bei den Schwarz-Gelben zurück. "Das Café des Sports bei Horst und Lottie. Der unermüdliche Horst und die bemerkenswerte Lottie begleiten das Fußballleben in Bütgenbach schon seit Jahrzehnten. An der Theke werden Abstiege betrauert und Aufstiege gefeiert und da wird auch immer wieder neu angefangen."
Auf- und Abstiege hat der Club in seiner 75-jährigen Geschichte schon so einige erlebt. So durfte beispielsweise bei den jüngsten Aufstiegen, jeweils in die zweite Provinzklasse, 2013 und 2023 groß gefeiert werden. Wobei die Freude des letzteren Aufstiegs nicht lange wehrte und die erste Mannschaft des FCB schon in der Folgesaison wieder in die P3 abstieg.
Dass es neben großen Erfolgen auch die ein oder andere bittere Niederlage gab, kann auch Vereinspräsident Tommy Chiragarhula bestätigen. "Wir haben zu meiner Zeit den Aufstieg in die erste Provinzklasse mindestens vier mal verschenkt, sogar einmal buchstäblich in der letzten Minute", erinnert Chiragarhula sich. "Das sind Wunden, die geblieben sind. Ich kann aber auch dazu sagen, dass der FC Bütgenbach das Ziel verfolgt, wieder in diese Position zu kommen. In den nächsten Jahren wird und muss der FC Bütgenbach wieder eine vernünftige Rolle in der zweiten Provinzklasse C spielen."
Um dieses und weitere Ziele zu erreichen sei es besonders wichtig, dass der FC Bütgenbach auch in Zukunft an einem Strang ziehe, sowohl auf als auch neben dem Platz. Der Zusammenhalt sei das A und O für den Verein, so Charles Servaty. "Was uns auch immer geprägt hat, waren die Turnierteilnahmen außerhalb. Ganz nach dem Motto 'Wenn du eine Reise tust, dann kannst du was erzählen', aber wenn du eine Reise tust, dann schweißt das auch zusammen. Ich denke, an diesen guten Vorsätzen wollen wir auch in Zukunft festhalten, dann ist uns auch um die Zukunft des FC Bütgenbach nicht Angst und Bange."
Dass der Zusammenhalt in dem Verein an erster Stelle stehen müsse, haben auch die Sponsoren und Gönner in letzter Zeit immer wieder betont, sagt Tommy Chiragarhula. Ein Verein wie der FC Bütgenbach sei einzigartig, so der Präsident. Das habe sich auch schon direkt zu Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten gezeigt. "Wenn man sich am Freitag hier mal umgeschaut hat, da waren ehemalige Spieler und auch Transferspieler, die den Urlaub unterbrochen haben, um hier zu sein. Tony Castagna ist trotz seiner schweren Krankheit hier gewesen. Mein Bruder Gerald ist extra von Ulm aus nach hier gekommen. Der FC Bütgenbach ist eine ganz große Familie, in der es zwar auch manchmal Streit gibt, was ja auch logisch ist, aber der FC Bütgenbach ist der FC Bütgenbach - das gibt es nirgendwo anders."
Lindsay Ahn

