Im Halbfinale war leider Schluss. Marie Peters und Benedikt Andres legten einen fehlerfreien Auftritt hin. Das reichte für Platz acht, ins Finale zogen die ersten sieben ein.
Aufgrund der eigenen Leistung fiel das Fazit nicht zwingend negativ aus, wie Marie Peters erklärt: "Es sind gemischte Gefühle. Wir sind stolz auf unsere zwei Auftritte, hätten aber sehr gerne zum Abschluss noch einmal im Finale gestanden, mit der Fußtechnik und unserem eigenen Lied. Wir sind trotzdem sehr froh, wir hatten auch einen kleinen Fanclub dabei und es hat mega Spaß gemacht."
Vor den mitgereisten Fans hatte sich das Tanzpaar direkt fürs Halbfinale qualifiziert. Dort waren dann sieben Tanzpaare um das siegreiche Paar Megyesi und Gartmeier etwas stärker.
Eine gewisse zusätzliche Nervosität gab es in Bochum schon, das spürte auch Benedikt Andres: "Wenn Familie und Freunde mitkommen, ist es ein zusätzlicher Ansporn. Im Halbfinale hat uns das auch geholfen. Wir haben fehlerfrei getanzt und es hat leider knapp nicht gereicht. Es ist ein besonderes Gefühl so viele Freunde und Familie dabei zu haben."

Die Entscheidung nach dieser EM die Tanzschuhe an den Nagel zu hängen, war dabei wohl überlegt. "Ich bin jetzt 33 und Marie 24, der Körper macht das nicht mehr unbedingt immer so mit. Wir haben tänzerisch und akrobatisch unseren Höhepunkt erreicht. Deswegen war es der Moment, um aufzuhören."
In den zehn gemeinsamen Jahren, haben sich auch viele Erinnerungen angesammelt. "Es gab viele Highlights, wie die World Games in Amerika. Krakau letztes Jahr war sehr schön. Was mir persönlich gefällt ist, dass man sich inzwischen kennt und herzlich begrüßt wird. Wir sind Konkurrenz, aber doch eine kleine Familie."
Christoph Heeren



