Allein Belgien legt in der Gruppenphase der Fußball-WM mehrere tausend Kilometer zurück. Für die Roten Teufel geht es von Seattle über Los Angeles bis nach Vancouver — insgesamt rund 3.500 Kilometer. Andere Teams trifft es noch deutlich härter: Bosnien-Herzegowina würde mit den Reisen zwischen Spielorten und Teamquartier auf fast 9.400 Kilometer kommen — das entspricht ungefähr einem Flug von Brüssel nach Japan.
Kritik gibt es deshalb auch von Umweltorganisationen. Laut einer Studie des "New Weather Institute“ könnte die WM mindestens neun Millionen Tonnen CO2 verursachen — ein Großteil davon durch Flugreisen zwischen den Spielorten.
Auch für Fans wird das Turnier teuer. Die offiziellen Ticketpreise reichen bei Gruppenspielen von rund 60 bis 350 Dollar. Für Finaltickets werden auf dem Weiterverkaufsmarkt teils sogar deutlich höhere Summen verlangt. Dazu kommen hohe Kosten für Hotels, Parkplätze oder öffentliche Verkehrsmittel rund um die Stadien.
Besonders diskutiert wird aktuell ein Beispiel aus New York: Für die Zugfahrt von Manhattan zum MetLife Stadium werden an Spieltagen rund 150 Dollar verlangt — normalerweise kostet die Strecke weniger als 15 Dollar.
Technisch setzt die FIFA dagegen weiter auf Innovation. Der offizielle Spielball enthält erstmals umfangreiche Sensor-Technik. Diese liefert Echtzeitdaten und unterstützt unter anderem halbautomatische Abseitsentscheidungen. Die Technik sorgt aber auch dafür, dass der Ball aufgeladen werden muss. Er hält dann für knapp sechs Stunden.
Die WM 2026 soll neue Maßstäbe setzen. Ob größer am Ende aber auch besser bedeutet, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.
Robin Emonts