Das Projekt umfasst drei überdachte Padelplätze auf einer Gesamtfläche von 875 Quadratmetern. Die Baukosten belaufen sich auf rund 750.000 Euro. Davon übernimmt die Deutschsprachige Gemeinschaft 60 Prozent, die verbleibenden 40 Prozent werden vom Verein finanziert.
Für KTC-Eupen-Präsident Hubert Bosten geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. "Die ersten Pläne für eine solche Halle reichen mehrere Jahre zurück. Es war ein langwieriges Projekt", erklärt er. Ende Oktober soll die neue Anlage fertiggestellt sein.
Der KTC Eupen gehörte zu den ersten Sportvereinen in der Provinz Lüttich, die auf den Padel-Sport setzten. Bereits vor mehreren Jahren wurden die drei Außenplätze eröffnet. "Wir waren damals echte Pioniere in der Region", sagt Bosten. Allerdings habe dem Verein bislang die Möglichkeit gefehlt, den Sport ganzjährig anzubieten.
"Bei Regenwetter oder im Winter konnten unsere Mitglieder und andere Spieler kaum in Eupen spielen. Viele sind deshalb auf Anlagen in Verviers oder Welkenraedt ausgewichen und haben dort Winterabonnements abgeschlossen oder Plätze stundenweise reserviert", erklärt Bosten. Mit der neuen Halle soll sich das ändern. "Wir freuen uns sehr darauf, im Herbst den Betrieb aufzunehmen und ganzjährig Padel in Eupen anbieten zu können."

Anders als an anderen Standorten setzt der KTC Eupen auf eine feste Hallenkonstruktion und nicht auf eine Hybrid- oder Planenlösung. Ursprünglich war eine Planenhalle vorgesehen, doch nach der Hochwasserkatastrophe wurden die Pläne überarbeitet.
"Im Nachhinein war das vielleicht sogar ein Glück", sagt Bosten. "In vielen reinen Planenhallen kommt es zu Problemen mit Kondensation." Die feste Halle sei daher die nachhaltigere Lösung. Zudem bleiben die drei bestehenden Außenplätze erhalten. "Wer bei schönem Wetter im einzigartigen Ambiente des Park Hütte mit dem Wald im Hintergrund spielen möchte, kann das weiterhin tun. Bei schlechtem Wetter stehen die Hallenplätze zur Verfügung."
Insgesamt wird der Verein künftig sechs Padelplätze anbieten können – drei im Freien und drei in der Halle. Aus Sicht des KTC Eupen ist dieses Angebot ausreichend, um die Nachfrage zu decken.

Die Finanzierung des Vereinsanteils stellt zwar eine Herausforderung dar, doch der Verein kann auf breite Unterstützung zählen. "Wir haben viele engagierte Sponsoren, denen wir sehr viel verdanken. Ohne ihre finanzielle Hilfe wäre ein solches Projekt nicht möglich", betont Bosten.
Auch zahlreiche Mitglieder beteiligen sich am Vorhaben. Einige haben bereits mehrjährige Abonnements im Voraus bezahlt, andere unterstützen den Verein mit privaten Darlehen zu günstigen Konditionen. Darüber hinaus wurde ein Bankkredit aufgenommen.
"Wir sind froh, dass uns unsere Partner und die Bank unterstützen. Wir sind überzeugt, dass wir die Finanzierung innerhalb von zehn Jahren stemmen können", so Bosten.
Ausführliches Radio-Interview mit Hubert Bosten im Player:
Christophe Ramjoie