Besonders zufrieden zeigte sich Organisator Michel Bastin. Nach monatelanger Vorbereitung fiel ihm am Ende ein großer Stein vom Herzen.
"Wir sind sehr, sehr zufrieden, weil die Teilnehmerzahl hervorragend ist für eine belgische Sprintmeisterschaft", erklärte Bastin nach dem Wettkampf. Der organisatorische Aufwand sei enorm gewesen, habe sich aber vollkommen gelohnt. Vor allem die positiven Rückmeldungen der Läuferinnen und Läufer freuten ihn besonders. "Im Orientierungslauf ist das Wichtigste, dass die Bahnen passen – und dafür haben wir viel Lob bekommen."
Die Organisation verlangte dem gesamten Team in den vergangenen Monaten viel ab. Bastin und seine Helfer investierten unzählige Stunden und jede Menge Herzblut in die Vorbereitung des Events. Dass am Wettkampftag schließlich alles reibungslos funktionierte, sorgte entsprechend für große Erleichterung.
"Man träumt oft davon, was alles schieflaufen könnte", sagte Bastin. Gerade bei Sprintwettkämpfen könne schnell ein Kontrollposten verschwinden oder Probleme im Stadtgebiet auftreten. Deshalb wurden sämtliche Posten überwacht. Zahlreiche Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer standen den ganzen Tag im Einsatz. "Ein riesiges Dankeschön an alle Ehrenamtlichen. Sie haben dafür gesorgt, dass nichts schiefgelaufen ist – und tatsächlich ist auch nichts passiert."
Auch sportlich gab es aus ostbelgischer Sicht starke Resultate. Astrid Vliegen sicherte sich in der Kategorie D35 den Vizemeistertitel. Bei den Herren holte Robert Theiss den belgischen Meistertitel in der Klasse H60. Ebenfalls ganz oben auf dem Podest stand Guido Lenges, der sich den Titel in der Kategorie H50 sicherte. Damit konnten die Orientierungsläufer aus Ostbelgien bei der Heimmeisterschaft mehrere nationale Titel feiern.
Zum Erfolg der Veranstaltung trug auch das Rahmenprogramm bei. Denn rund um die Meisterschaft wurden weitere Orientierungsläufe organisiert. Bereits am Samstag fand ein Lauf in Stavelot statt, am Montag folgt noch ein Wettkampf in Waimes. Die sogenannte "Trilogie de Fagne" lockte dadurch auch viele Teilnehmer aus weiter entfernten Regionen, insbesondere aus Flandern, in die Ostkantone.
"Die Leute verbinden den Sport mit Tourismus", erklärte Bastin. Das sonnige Pfingstwochenende und der touristische Ruf von Malmedy hätten zusätzlich viele Besucher angezogen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die belgische Meisterschaft in Malmedy wohl ein einmaliges Ereignis bleiben werde. "Jetzt kennen die Leute die Stadt. Der Überraschungseffekt ist weg."
Ganz ausgeschlossen ist eine Rückkehr der nationalen Titelkämpfe in die Region allerdings nicht. Bastin kann sich gut vorstellen, künftig erneut große Wettkämpfe in Städten wie Sankt Vith oder Eupen zu organisieren. Besonders Sankt Vith habe sich seit der letzten Veranstaltung im Jahr 2005 stark verändert und biete neue interessante Möglichkeiten für spannende Sprintstrecken.
Beim Orientierungslauf-Sprint in Malmedy sicherte sich Mathias Blaise den Sieg bei den Herren, schnellste Frau des Tages war Marine Sillien.
Christophe Ramjoie





