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"Eine traurige Entwicklung": Vizepräsident Jonny Deliege zur Krise des belgischen Kegelsports

03.05.202615:12
  • Kelmis
  • Sportkegeln
  • Sporttreff
Zwei Kegler im Einsatz bei der belgischen Meisterschaft im Sportkegeln in Kelmis
Bild: Christophe Ramjoie/BRF

Bei den belgischen Meisterschaften im Kegeln in Kelmis geht es nicht nur um Titel und Platzierungen – sondern auch um die Zukunft einer traditionsreichen Sportart. Jonny Deliege, Vize-Präsident des Belgischen Kegelverbandes, findet dabei klare und nachdenkliche Worte zur aktuellen Lage.

Schon ein Blick in die Halle zeigt die Problematik. Wo früher dicht gedrängte Zuschauerreihen und volle Starterfelder die Regel waren, herrscht bei den belgischen Meisterschaften im Kegeln am Sonntag in Kelmis spürbar weniger Betrieb. "Wenn ich mich so umschaue, ist deutlich weniger los als noch vor einigen Jahren", heißt es – eine Einschätzung, die Jonny Deliege bestätigt: "Im Großen und Ganzen sehr traurig. Es ist leider die Entwicklung."

Früher seien Finaldurchgänge regelrecht überlaufen gewesen. "Da war die Bude brechend voll." Heute hingegen führe der Rückgang an Aktiven zwangsläufig zu weniger Konkurrenz und Kategorien. Diese Entwicklung trifft auch Ostbelgien, einst eine Hochburg des Kegelsports. "Ostbelgien war immer landesweit gut vertreten, auch auf Weltmeisterschaften", erklärt Deliege. Doch diese Zeiten scheinen vorbei.

Ein wesentlicher Faktor sei das Ende einer erfolgreichen Spielergeneration. "Wir hatten damals das Glück mit einer goldenen Generation – das waren wirklich Spitzenspieler. Die sind nicht mehr da." Entsprechend fällt auch der Blick auf die kommende Weltmeisterschaft aus: "Wenn ich mir die belgische Nationalmannschaft anschaue, ist das schon sehr, sehr traurig."

Kegler im Einsatz bei der belgischen Meisterschaft im Sportkegeln in Kelmis
Bild: Christophe Ramjoie/BRF
Kegler im Einsatz bei der belgischen Meisterschaft im Sportkegeln in Kelmis
Bild: Christophe Ramjoie/BRF

Neben sportlichen Faktoren spielen auch strukturelle Probleme eine Rolle. So existiert die nationale Liga in ihrer bisherigen Form nicht mehr. "Seit zwei Jahren ist keine Nationaldivision mehr vorhanden", sagt Deliege. Stattdessen ermitteln die Regionalmeister in einer Endrunde den Landesmeister. Gründe dafür sind unter anderem sinkende Teilnehmerzahlen und die fehlende Bereitschaft vieler Spieler, weite Strecken für Wettkämpfe auf sich zu nehmen.

Auch die Infrastruktur hat stark gelitten. Während Kegeln in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren boomte und zahlreiche Bahnen ausgelastet waren, ist das Angebot heute deutlich geschrumpft. "Mittlerweile muss man sich Kegelbahnen schon suchen." Viele Anlagen sind verschwunden oder nur noch eingeschränkt nutzbar. Häufig fehlt es an Betreibern – auch aus wirtschaftlichen Gründen. "Es ist heute nicht mehr schnell jemand bereit, ein Lokal zu führen – und beim Kegeln ist nichts zu verdienen."

Ein zentrales Problem bleibt der fehlende Nachwuchs. Trotz gezielter Initiativen, etwa in Schulen, blieb der Erfolg aus. "Da ist kein einziger hängen geblieben", berichtet Deliege. Auch aktuelle Versuche zeigen wenig Wirkung. Zwar gebe es vereinzelt junge Spieler, doch eine nachhaltige Entwicklung sei nicht in Sicht.

Die Perspektive bewertet der Vize-Präsident entsprechend pessimistisch: "Ich muss leider sagen: sehr schwarz. Ich glaube, es wird nicht mehr lange dauern – dann ist so gut wie gar nichts mehr da."

Radio-Interview mit Jonny Deliege im Player:

Christophe Ramjoie

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