Björn Bemelmans bleibt gemeinsam mit seinem Partner Boris Paque das Maß der Dinge im belgischen Pickleball-Doppel. Bei den Landesmeisterschaften in Tervuren setzte sich das Duo im Finale klar in zwei Sätzen gegen das flämische Gespann Christophe Van Parys und Pepijn De Petter durch. Es verteidigte damit erfolgreich den Titel.
Bereits im ersten Satz dominierten Bemelmans und Paque das Endspiel nahezu nach Belieben. Im zweiten Durchgang wurde die Partie zwar deutlich umkämpfter, doch auch dort behielten die Favoriten die Nerven.
"Es fühlt sich super an", sagte der aus Raeren stammende Björn Bemelmans nach dem Finalsieg. "Viele haben auf uns gesetzt und uns als Favoriten gesehen. Am Ende mussten wir gegen das andere favorisierte Team ran. Der zweite Satz war eng, aber wir haben das gut gelöst."
Vor allem nach dem souveränen Auftakt galt es, die Konzentration hochzuhalten. "Das haben wir uns für den zweiten Satz vorgenommen. Wenn man den ersten Satz klar gewinnt, muss man fokussiert bleiben. Das ist uns gelungen. Wir hatten keinen Konzentrationsabfall und konnten immer dranbleiben", so Bemelmans.
Der Ostbelgier kam ursprünglich aus dem Badminton-Sport und entdeckte Pickleball erst vor rund drei Jahren für sich. Mittlerweile zählt er zu den erfolgreichsten Spielern des Landes. Bemelmans sieht in Ostbelgien noch Entwicklungspotenzial, denn Pickleball wird so gut wie gar nicht praktiziert.
"Was ein bisschen fehlt, ist die Infrastruktur", erklärte er. "Man könnte den Sport in normalen Hallen auf Badmintonfeldern spielen. Aber freie Zeiten zu finden, ist nicht immer einfach. In den USA gibt es spezielle Pickleball-Anlagen - das ist natürlich etwas ganz anderes."
Auch in Europa sieht Bemelmans noch Luft nach oben: "Wir hinken den USA noch hinterher. In Asien entwickelt sich der Sport aktuell sogar noch schneller. Aber auch bei uns gibt es großes Potenzial."
Radio-Interview mit Björn Bemelmans im Player:
Christophe Ramjoie