Eupen stand am Samstag wieder ganz im Zeichen des Osterlaufes. Die Jugend war zunächst an der Reihe - natürlich auch die ganz Kleinen, die beim 300-Meter-Lauf dem Osterhasen nachjagten.
Rund 400 Läufer hatten sich für den Hauptlauf über 15 Kilometer angemeldet, noch gut 20 mehr waren es über die kürzere Sechs-Kilometer-Strecke. Bewölkter Himmel, Temperaturen um die 13 Grad: Es herrschte bestes Laufwetter.
Über sechs Kilometer kämpften Benoît Paques und Brent De Wachter bis kurz vor Schluss um den Sieg. Auf der Finalpassage im Stadion setzte sich Paques dann ab. 19 Minuten und elf Sekunden war die Siegerzeit für den Läufer, der in Kelmis wohnt und für den RFC Lüttich startet.
“Ich hatte auf den Sieg gehofft, wusste aber nicht, dass es so schwer werden würde. Ich bin sehr zufrieden, dass ich das Ergebnis erreicht habe, wofür ich hergekommen bin. Es wehte etwas Wind. Aber kein Regen, nicht zu kalt, nicht zu warm: Gut zum Laufen”, so Paques.
Wiesemes im Schlusssprint vorn
Marie Wiesemes nutzte die guten Bedingungen ebenfalls zu ihren Gunsten aus. Auch die Läuferin des SC Bütgenbach musste allerdings bis zum Schluss kämpfen. Sie kam nach 23 Minuten und 19 Sekunden ins Ziel - dicht gefolgt von Leonie Wiese.
“Das ist ein beflügelndes Gefühl. Und mit dem kann man jetzt die Saison guter Dinge starten”, freute sich Wiesemes über den Erfolg. Von Anfang an war Wiese vorn, Wiesemes hing sich dran. Erst auf dem letzten Kilometer fiel die Entscheidung, die Läuferin des SC Bütgenbach hatte im Sprint die besseren Beine.
Über die 15 Kilometer wurde es im Rennen der Männer dagegen eine klare Angelegenheit. Bereits am Esel war Timo Küpper allein auf weiter Flur. Aus Euskirchen war Küpper nach Eupen angereist. Das hatte sich gelohnt. Der Deutsche gewann als Solist in überzeugender Manier. Seine Siegerzeit: 52 Minuten und 35 Sekunden.
"Ich war letztes Jahr Vierter. Man weiß nie: Wenn jemand wie Nicolas Schyns da ist, dann wird es schwer. Aber ich habe schon beim Start gedacht: ‘Das könnte passen’ und wollte dann auch gewinnen”, sagte Küpper.
Schröder lief "auf Gefühl" und damit zum Sieg
Das gelang ihm ebenso wie Romy Schröder. Sie setzte sich über die 15 Kilometer in einer Stunde, fünf Minuten und 55 Sekunden durch. Allerdings hatte die Starterin des SC Bütgenbach anders als Timo Küpper nicht unbedingt mit dem ersten Platz gerechnet. Umso größer war die Freude, dass sie es ihrer Vereinskameradin Marie Wiesemes gleichtat und für einen Bütgenbacher Doppelsieg sorgte.
"Das freut mich wirklich sehr”, so Schröder. “Das erste Jahr, als ich hier gelaufen bin, das war vor zwei Jahren, da habe ich mir gedacht: Das mache ich nie wieder. Dieses Mal habe ich mir gedacht: ‘Du läufst einfach mal los, läufst auf Gefühl.’ Das hat gut geklappt.”
Der Bütgenbacher Doppelsieg bei den Frauen war auch ganz nach dem Geschmack des Organisator des Osterlaufes. Nicht nur deshalb zog Romain Visé ein positives Fazit - angesichts einer Veranstaltung, die jede Menge Vorbereitung und Arbeit erfordert.
"Man muss sich um viele Sachen kümmern. Man muss Helfer organisieren und natürlich das Material von links nach rechts fahren. Das klappt ganz gut bei uns im Vorstand”, sagte Romain Visé, der Organisator des Osterlaufs.
Das sind doch gute Vorzeichen, dass der Traditionslauf am Osterwochenende im nächsten Jahr seine Fortsetzung findet.
Moritz Korff























