Die St. Vither Hyrox-Athletin Lena Putters hat beim Wettkampf in Mechelen nicht nur souverän gewonnen, sondern dabei auch persönliche Bestzeit aufgestellt. In 59:07 Minuten dominierte sie die Kategorie Women Pro – obwohl ihr Start bis zuletzt ungewiss war.
Nach dem Rennen zeigte sich Putters entsprechend zufrieden: "Ja, sehr zufrieden." Noch am Wettkampftag selbst habe sie gezweifelt: "Bis Freitagmorgen wusste ich nicht, dass ich starte." Erst nach viel Schlaf habe sich ihre Verfassung verbessert: "Ich habe ein bisschen verschlafen und nach zehn Stunden Schlaf sah die Welt ganz anders aus."
Die spontane Entscheidung fiel kurzfristig: "Dann habe ich Papa angerufen: Papa, wir fahren in einer Stunde nach Mechelen." Die Vorbereitung verlief alles andere als optimal: "Ich habe im Auto gefrühstückt – alles ein bisschen suboptimal, aber Bestzeit."
Während des Rennens selbst spielte die Zeit für sie keine Rolle: "Ich bin eigentlich nur gekommen, um Punkte für das Elite-Ranking zu sammeln." Auf die Uhr habe sie bewusst nicht geschaut: "Es hat sich alles so einfach angefühlt." Erst im Ziel wurde ihr die starke Leistung bewusst.
Dass ihr Vater während des Rennens Zwischenzeiten im Blick hatte, störte sie eher: "Lass mich mit der Zeit in Ruhe – sonst geht meine Konzentration weg."
Mit Blick auf die kommenden Wochen bleibt Putters realistisch. Vor der Weltmeisterschaft steht noch ein Elite-Rennen an: "Ich reise mit der schlechtesten Platzierung an – ich kann also nur besser werden." Auch für die WM gilt: "Ich bin eher im hinteren Feld, aber Top 10 wäre toll."
Warum es bei großen Rennen bislang nicht optimal lief, kann sie erklären: "In Hamburg habe ich mich verzählt, in Amerika hatte ich Jetlag, in London Magenprobleme." Zudem seien die Bedingungen anders: "Man läuft nicht allein, sondern im Feld – da entscheidet die Tagesform."
Trotzdem zeigt sie sich selbstkritisch: "Die Zeiten sind immer top, aber man ist unzufrieden mit der Platzierung." Zufriedenheit findet sie aktuell eher bei kleineren Events: "Da kann ich befreiter laufen und habe mehr Spaß."
Ein Ansatz, den sie künftig auch auf die großen Bühnen übertragen will.