Beim Achtelfinal-Hinspiel gegen den SC Freiburg war die Genker Cegeka Arena nicht ausverkauft. Genks Trainer Nicky Hayen rotierte nach der 1:2-Niederlage gegen Union Saint‑Gilloise auf fünf Positionen. Der frühere Anderlecht-Keeper Hendrik Van Crombrugge blieb weiterhin nur Ersatz.
Genk startete aktiv: Heymans prüfte Freiburg-Torhüter Noah Atubolu früh mit einem Distanzschuss. Kurz darauf versuchte es El Ouahdi ebenfalls aus der Ferne, verfehlte aber das Tor. Genk hatte anschließend doppeltes Glück: Zunächst zählte ein Treffer von Manzambi wegen Abseits nicht. Wenig später schoss Smets beim Klärungsversuch Freiburgs Matanovic an, der Ball ging jedoch neben das Tor.
Nach rund einer Viertelstunde kam Bibout nach einer Freistoßflanke aus spitzem Winkel zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz. Freiburg bekam danach durch einen Aufbaufehler der Belgier eine gute Chance, doch Manzambis Schuss aus etwa 13 Metern wurde von Kongolo geblockt.
In der 24. Minute ging Genk verdient in Führung: El Ouahdi setzte sich rechts durch, spielte nach innen zu Heynen, der den Ball klug zurücklegte. Der einlaufende Rechtsverteidiger traf anschließend aus spitzem Winkel zur 1:0-Führung.
Freiburg tat sich offensiv lange schwer. Erst kurz vor der Pause wurde es gefährlich: Suzuki traf mit einem abgefälschten Volley aus halblinker Position nur den Pfosten. Zuvor hatten die Gastgeber mehrere Chancen – unter anderem durch Bibout und Heynen nach Standards –, konnten ihre Führung jedoch nicht weiter ausbauen. Mit dem knappen 1:0 ging es in die Pause.
Nach der Pause kam der SC Freiburg etwas engagierter aus der Kabine, ohne jedoch sofort gefährlich zu werden. Ein Eckball von Vincenzo Grifo geriet zu ungenau und brachte keine Gefahr. Kurz darauf kam es zu einer hektischen Szene im Freiburger Strafraum: Matthias Ginter schob zunächst gegen Kayembe und ging anschließend in ein Duell mit Genk-Keeper Lawal. Der Torhüter faustete den Ball weg, traf Ginter dabei jedoch mit dem Arm im Gesicht, weshalb der Freiburger behandelt werden musste.
In der Folge wechselte die Spielkontrolle mehrfach. Zunächst übernahm Freiburg etwas die Initiative, später meldete sich der KRC Genk wieder offensiv zurück. Eine weitere Szene sorgte für Diskussionen: Bangoura traf im Mittelfeld Jan-Niklas Beste mit dem Arm am Auge. Der VAR überprüfte die Situation kurz, entschied jedoch, dass keine Rote Karte nötig sei.
Insgesamt verlor die Partie in dieser Phase etwas an Tempo, während Genk den Ball ruhig durch die eigenen Reihen laufen ließ. In der 67. Minute ergab sich noch eine Kontermöglichkeit für Freiburg, Diese wurde aber von Genk geklärt.
Am Ende blieb es beim knappen 1:0-Erfolg der Genker gegen den SC Freiburg. Die Genker haben dadurch eine gute Option auf die nächste Runde. Es ist der erste Sieg der Limburger gegen eine deutsche Mannschaft seit 1998. Damals setzten sich die Limburger im Pokal der Pokalsieger gegen den MSV Duisburg mit 5:0 durch.
Am kommenden Donnerstag steigt in Freiburg das Rückspiel. In einem möglichen Viertelfinale würden dann Celta de Vigo oder Olympique Lyon auf den Sieger dieser Achtelfinal-Paarung warten.
Christophe Ramjoie
