Am verregneten Sonntag mussten die Heimfans nicht lange auf die erste Chance ihrer Mannschaft warten. Schon nach zehn Minuten verbuchte Cédric Laschet die erste Gelegenheit zur Führung. Nur vier Minuten später war es dann so weit: der erste Treffer der Begegnung war gefallen. Youri Bonnechère verwandelte einen Handelfmeter sicher in das linke untere Eck und ließ so das Torfestival beginnen.
Nach diesem ersten Erfolg dauerte es jedoch eine dicke halbe Stunde, bis erneut etwas Sehenswertes passierte und dann direkt doppelt: Zunächst traf Cédric Laschet in der 41. Minute nach einer schönen Flanke von Denis Pousset mit dem Kopf und erhöhte auf 2:0. Drei Minuten nach dem zweiten schwarz-gelben Treffer schien der Frust der Hauptstädter zu überwiegen. Denn Vorlagengeber Denis Pousset wurde unweit des Anstoßpunktes mit gestrecktem Bein niedergestreckt. Der Brüsseler Pape Seck erhielt dafür auch folgerichtig die rote Karte. So traten die Ostbelgier wenig später mit zwei Toren Führung gegen zehn Mann den Gang in die Kabine an.
Nach der Pause zeigten die Raerener, dass sie sich nicht mit zwei Toren zufriedengeben wollten. Sie schossen in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs mehrmals aufs Tor. Der Brüsseler Torhüter Assimba aber ließ keinen Ball an sich vorbei.
Nach diesem anfänglichen Offensivdrang der Gäste entspannte sich die Partie erneut und blieb bis in die letzten zehn Minuten ohne größere Geschehnisse. Einzig Davin Girkens musste nach seiner Einwechslung in der 50. Minute rund 20 Minuten später die Begegnung wieder verlassen. Er hatte wohl einen Cut in der Augenbraue abbekommen und durfte so nicht weiterspielen.
Mit dem langen Regen verschlechterte sich der Platz zusehends und wurde mehr braun als grün. Dem Raerener Offensivfußball tat dies jedoch kein Problem ab. Laurent Dewalque sorgte nach einem langen Ball in der 80. Minute für das dritte Tor des Nachmittags. Er setzte sich gegen zwei Hauptstädter durch und profitierte dann, dass sein Ball nicht entscheidend abgewehrt werden konnte. Wenig später verließ Dewalque das Feld, doch auch ohne ihn fand der Ball seinen Weg hinter Torhüter Assimba.
Nach einem kleinen Durcheinander im Strafraum war es dann Jordan Bissen, der den Überblick bewahrte und auf den 4:0-Endstand erhöhte. Brüssel war in der zweiten Halbzeit offensiv kaum zu sehen, so siegten die Gastgeber verdient und klar mit vier Toren Unterschied.
Paul Schmitz