Ein knapp gescheiterter letzter Versuch verhinderte eine weitere Steigerung. Ganz ohne Wehmut ging der Wettkampf allerdings nicht an ihr vorbei:
"Natürlich ist es schade, wenn man das Podium so knapp verpasst. Ich bin mit sehr geringen Erwartungen hingegangen und hätte nicht gedacht, dass ich überhaupt eine Chance aufs Podium habe. Dass es dann so knapp wurde, damit habe ich noch weniger gerechnet. Aber ich kann trotzdem zufrieden sein."
Niessen betreibt den Sport erst seit zwei Jahren. Nach ihrer ersten Teilnahme an der belgischen Meisterschaft im vergangenen Jahr zeigte sie nun eine deutliche Steigerung. Das nächste große Ziel ist klar definiert: "Das nennt sich Europameisterschaft. Was ich dafür machen muss? Ganz einfach: stärker werden. Mir fehlen noch einige Kilos im Total. Ich hoffe, dass ich das in den nächsten Jahren erreichen kann."
Ob es eines Tages sogar für die Olympischen Spiele reichen könnte, beantwortet sie vorsichtig: "Ich habe wohl etwas zu spät damit angefangen oder bräuchte außergewöhnliches Talent, um dorthin zu kommen. Olympia ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Aber: Sag niemals nie. Erst einmal konzentriere ich mich auf die Europameisterschaft - und dann sehen wir weiter."
Radio-Interview mit Laura Niessen im Player:
Christophe Ramjoie