"Ich glaube, ich habe mein Bestes gegeben, aber leider hat es nicht gereicht", erklärte Despineux bei dem Viertelfinal-Aus bei den Para-Tischtennis-Europameisterschaften in Schweden. Besonders frustrierend sei, dass ein Sieg möglich gewesen wäre. "Nicht, weil ich schlecht gespielt habe, sondern weil wir eine Chance gehabt hätten. Wenn man hoch verliert, kann man das akzeptieren - so ist es einfach ärgerlich."
Im Viertelfinale gegen das polnische Doppel führten sie zunächst 1:0, unterlagen dann jedoch mit 1:3. Trotz der Niederlage betonte Despineux, dass die Verantwortung nicht allein bei ihm liege. "Wir haben das gemeinsam verloren. Taktisch hätten wir manches anders machen können, aber insgesamt haben wir alles gegeben." Die knappen Sätze hätten am Ende gegen sie entschieden, dennoch sei ein EM-Viertelfinale etwas, wovon viele träumen würden, auch wenn es persönlich enttäuschend sei.
Das frühe Ausscheiden wirft nun Fragen für die Zukunft des Doppels auf, auch im Hinblick auf mögliche neue Selektionen. Despineux bleibt aber zuversichtlich. "Meiner Meinung nach sind Laurenz und ich nach wie vor die besten Spieler Belgiens." Er hob hervor, dass sie trotz der EM-Niederlage auf Elite-Niveau gespielt und internationale Erfolge erzielt haben - sieben Medaillen in diesem Jahr zeigten, dass sie konkurrenzfähig blieben.
Gleichzeitig räumte Despineux ein, dass der Schritt in die höhere Klasse eine große Herausforderung sei. "Es ist drei bis vier Mal schneller, eine ganz andere Welt." Mit Laurenz gemeinsam in dieser Klasse zu spielen, sei nötig, um auf höchstem Niveau konkurrenzfähig zu bleiben, auch mit Blick auf Olympische Spiele und die kommende Weltmeisterschaft. Abschließend betonte er: "Es wird schwierig, aber wir geben weiterhin unser Bestes."
Radio-Interview mit Ben Despineux im Player:
Christophe Ramjoie