Zu Beginn lieferten sich Sporting Lissabon und Club Brügge im Estádio José Alvalade eine Partie, die früh von Sportings Entschlossenheit geprägt war. Die Gastgeber übernahmen sofort die Kontrolle, während Brügge auf hohes Pressing und schnelle Gegenstöße setzte. Quenda sorgte nach wenigen Minuten für den ersten Abschluss, und trotz einer hitzigen Szene um Hjulmand, dessen zunächst gezeigte Rote Karte nach VAR-Eingriff auf Gelb reduziert wurde, blieb Sporting dominant. Brügge setzte einzelne Nadelstiche, etwa als Forbs Tzolis bediente und Diomande in letzter Sekunde blockte.
In der 24. Minute zahlte sich Sportings Druck aus. Catamo drang über rechts ein, Jackers ließ seinen Schuss prallen und Quenda verwandelte aus der Drehung zum 1:0. Die Portugiesen blieben überlegen, während Brügge defensiv wankte. Ein möglicher Strafstoß für die Gäste wurde in Minute 28 zu Recht nicht gegeben. Kurz darauf erhöhte Sporting: Nach einer misslungenen Klärung schickte Catamo Suárez in die Tiefe, der Jackers mit einem coolen Lupfer zum 2:0 überwand.
Auch nach der Führung blieb Sporting die aktivere Mannschaft. Araujo setzte sich mehrfach über den Flügel durch, zog gefährlich in die Mitte und scheiterte nur knapp am Tor oder an der Präzision seiner Pässe. Brügge fand kaum ins Spiel. Forbs blieb mehrfach an der Abwehr hängen, Vermants Pässe waren zu ungenau und die starken Leistungen aus dem Spiel gegen Barcelona waren nicht zu erkennen. Sporting kontrollierte das Spiel klar, während die Gäste Schwierigkeiten hatten, eigene Chancen zu kreieren. Das 2:0 zur Pause ging in Ordnung.
Nach der Pause änderte sich wenig am Bild. Brügge versuchte nun, aktiver zu sein, kombinierte über Forbs und Vermant, kam aber kaum zu klaren Chancen, während Sporting weiterhin gefährlich konterte. In der 48. Minute vergab Suarez nach einem Solo beinahe das 3:0, als Siquet den Ball noch an den Pfosten lenkte. Danach stabilisierte Sporting das Spiel, ließ die Gäste kommen, aber klärte souverän im Verbund.
In der 60. Minute zeigte die Statistik ein ausgeglichenes Bild. Brügge hatte minimal mehr Ballbesitz, doch das Ergebnis sprach eine klare Sprache. Kurz darauf brachte Sporting frische Kräfte: Morita ersetzte Simoes, während Brügge Tresoldi für Vermant brachte. Trotz einiger Chancen, etwa durch Mechele per Kopf, hielt Sporting die Null.
Schließlich machte Trincao mit dem Treffer zum 3:0 in der 70. Minute alles klar für Sporting. Brügge erlebte insgesamt einen enttäuschenden Abend in Portugal und muss nun um den Einzug in die nächste Runde bangen. Am nächsten Spieltag empfängt der Club Arsenal London am 10. Dezember.
Christophe Ramjoie