Der Austausch mit anderen Kampfsportarten sei gerade für junge Kampfsportler wichtig, sagt Anita Weynand vom Taekwondo-Verband. Der Verband profitiere dabei von einem großen und internationalen Netzwerk.
Zu diesem Netzwerk gehört auch der Portugiese Eugenio Melo. Er war in diesem Jahr zum ersten Mal bei dem Lehrgang mit dabei. Er unterrichtet das aus Israel stammende Krav-Maga. Er macht aber nicht nur das, sondern kombiniert den Nahkampf mit dem Straßenkampf.
"Ursprünglich komme ich aus dem Krav-Maga, aber mein persönliches System ist Urban Combat. Der Unterschied ist, dass Krav-Maga sich vor allem auf Techniken bezieht. Es ist eine traditionelle Kampfkunst. Urban Combat ist eine viel realistischere Situation, es ähnelt sehr dem Straßenkampf", erklärt er. "Das ist der Unterschied, und ich versuche die beiden Arten miteinander zu verbinden. Wissen Sie, ich bin Polizeibeamter in Portugal. Deswegen ist mein Blickwinkel auf den Sport anders und ich versuche das auch den Menschen beizubringen, die bei mir lernen. Es ist nicht nur ein Sport, es ist das reale Leben. Im Ring bei den Traditions-Kampfsportarten hat man viele Chancen, auf der Straße nur eine."
Im nächsten Jahr feiert der Lehrgang sein zehnjähriges Jubiläum. Der Verband freue sich sehr darauf, so Anita Weynand vom Taekwondo-Verband der DG. Sie hoffe, neben dem starken internationalen Netzwerk auch noch mehr lokale Kampfsportvereine für die Zusammenarbeit zu begeistern.
Lindsay Ahn