Volksfeststimmung beim Comeback des Eupener Osterlaufs

Der Eupener Osterlauf hat am Samstag sein Comeback nach der Corona-Zwangspause gefeiert. Insgesamt waren zwar etwas weniger Läufer bei der 42. Auflage am Start, aber es herrschte fast schon Volksfeststimmung beim Comeback der traditionellen Laufveranstaltung.

Beim Volkslauf hat sich Lynn Hübinger vom LAC Eupen den Sieg bei den Frauen geschnappt. Der Erfolg über die 6 Kilometer kam für die Eupener Nachwuchsläuferin überraschend. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so weit vorne bin, denn ich bin in den letzten Monaten nicht so viel gelaufen“, sagte Hübinger nach ihrer Zielankunft.

Die Plätze zwei und drei gingen an Celina Weynand und Birgit Bongard-Küther.

Tom Reuter war bester Ostbelgier im Volkslauf aus Platz zwei. Nur Mathieu Lejoly war Schneller als der Läufer aus Iveldingen. Brent De Wechter landete auf dem dritten Platz.

„Damit bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Ich war jetzt zweieinhalb Jahre oft verletzt und habe lange pausiert. Das Rennen heute hat noch mal Spaß gemacht“, sagte Reuter zu seinem zweiten Platz beim Osterlauf.

Auch im Hauptlauf waren die Ostbelgier beim Comeback des Osterlaufs erfolgreich. Kerstin Heinen aus Emmels kam als Zweite über die Ziellinie, dabei war ein Start im Hauptlauf ursprünglich gar nicht erst geplant.

„Heute Morgen war eigentlich noch geplant, die kleine Runde zu laufen, da ich nächste Woche in Hamburg den Marathon laufe“, erklärte Heinen den ursprünglichen Plan beim Osterlauf.

Der Sieg im Hauptlauf bei den Frauen ging an die Deutsche Steffi Janssen. Es war der zweite Sieg der 40-Jährigen beim Eupener Osterlauf.

Geplant war es aber keineswegs. „Ich habe das Profil anders in Erinnerung gehabt. Es war für mich ein reiner Traillauf und ich bin eher die Asphaltläuferin, von daher war es doch überraschend, aber es ist ein schöner Kurs“, war die Osterlauf-Siegerin begeistert.

Valentine Leffin landete auf dem dritten Platz.

Sieger des Hauptlaufs über 15 Kilometer wurde Amaury Paquet aus Charneux, der den Osterlauf zum ersten Mal in seiner Karriere gewinnen konnte. Francis Rauw vom organisierenden LAC Eupen war bester Ostbelgier auf Platz zwei, hatte sich aber eigentlich etwas mehr vorgenommen.

„Das ist genau das Gleiche wie beim Talsperrenlauf, auch wieder Zweiter. Das ist schon schade. Man würde schon gerne, wann man das Ganze mitorganisiert, auch einen seiner Läufe mal gewinnen“, zeigte sich Rauw ein wenig enttäuscht.

Als Dritter kam Fabian Rahn über die Ziellinie.

Organisator Romain Visé zog im Interview ein positives Fazit. „Wenn der Wettergott auf unserer Seite ist, ist man schonmal sehr zufrieden“, so Visé. „Natürlich hat man nicht die Teilnehmerzahlen wie sonst, trotzdem ist das Teilnehmerfeld recht groß mit mehr als 500 Teilnehmern. Damit kann man sehr zufrieden sein“, findet Visé.

„Und wenn man die Leute sieht, die sich noch eins erzählen wie auf einem Volksfest und die es gut haben, dann ist das die Hauptsache.“

Am 8. April 2023 wird die 43. Auflage des Eupener Osterlaufs stattfinden.

Christophe Ramjoie