1.000 Kilometer bringen 1.000 Euro für die Clubkasse

Aufgrund der Corona-Pandemie kam der Sport weltweit so gut wie zum Stillstand. Allmählich flackert das Sportleben zwar wieder auf, aber die Ausnahmesituation ist bei weitem noch nicht vorbei. Der Ausnahmezustand ist auch finanziell problematisch für viele Sportvereine.

Olivier Henz beim Ironman auf Hawaii (Bild: privat)

Olivier Henz 2018 beim Ironman auf Hawaii (Bild: privat)

Die Einstellung der Aktivitäten bedeutete auch ein Wegbrechen der üblichen Einnahmequellen. Um diesen finanziellen Verlust ein wenig zu kompensieren, wurde in der Wallonie die Initiative „J‘ me bouge pour mon club“ ins Leben gerufen. Aus Ostbelgien haben sich zwei Teams um diese Unterstützung beworben. Die Läufer der Ardoc und das Triathlon Team Eupen.

„Die Idee dahinter ist, Clubs in Zeiten von Corona zu motivieren, untereinander mit den Mitgliedern eine Challange zu bestreiten“, erklärt der Triathlet Olivier Henz. Und zwar nicht irgendeinen Wettbewerb, sondern eine Strecke über 1.000 Kilometer gilt es zurückzulegen – sei es im Laufen oder im Gehen, aber als Clubgemeinschaft mit mindestens 50 Personen und innerhalb von 14 Tagen.

Kontrolliert wird die Aktion in Corona-Zeiten digital mit Hilfe der App Strava. Jeder Teilnehmer muss dort ein Konto einrichten und seine Daten hochladen. „Somit kann man objektiv nachweisen, dass man diese 1.000 Kilometer gelaufen oder gegangen ist“, erklärt der Bütgenbacher.

Persönlich denkt Henz allerdings nicht, dass das Geld der Hauptansporn ist – obschon 1.000 Euro für die Clubkasse natürlich eine ansehnliche Summe darstellen. Aus seiner Sicht besteht der Wert der Aktion eher darin, „dass man sagt, man macht eine Challenge gemeinsam zu 50 Personen oder mehr und hat das Ziel, diese 1.000 Kilometer zusammen zu laufen oder zu gehen“.

Übrigens: Um an der Challenge teilzunehmen, ist die Clubmitgliedschaft nicht zwingend notwendig. Wer mitmachen will, kann sich einfach an das Triathlon Team Eupen wenden.

cr/sh