Rolle rückwärts: Lontzen nun doch in der 3. Provinzklasse D

Der KSC Lontzen wird in der kommenden Saison nun doch in der 3. Provinzklasse D antreten dürfen. Kurz vor der Bekanntgabe der offiziellen Serien der Fußball-Provinzklassen kehrt nun also Ruhe beim KSC Lontzen ein.

KSC Lontzen (Bild: Christoph Heeren/BRF Regionalfußball)

KSC Lontzen (Bild: Christoph Heeren/BRF Regionalfußball)

Endlich kehrt beim KSC Lontzen Ruhe ein. Ein Irrtum bei der Anmeldung für die kommende Spielzeit hatte dafür gesorgt, dass sich die Lontzener in der provisorischen Serie für die kommende Spielzeit in der 3. Provinzklasse C wiedergefunden hatten.

Eine Geschichte, die mit Anschuldigungen durch den KSC Lontzen aber auch durch das Provinzialkomitee begonnen hat, konnte am Ende aber zufriedenstellend für beide Parteien gelöst werden: Lontzen kann dank eines Wechsels mit dem RFC Baelen in der P3D antreten und das Provinzialkomitee kann beruhigt weiter in die Planung der kommenden Saison gehen.

Unterdessen kursierte aber das Gerücht, dass gewisse Vereine Geld haben wollten, um den Platz von Lontzen in der 3. Provinzklasse C einzunehmen. „Das ist mir auch zu Ohren gekommen und ich habe das natürlich sofort weitergeleitet an meine Kollegen vom Provinzialkomitee“, erklärt Gerhard Löfgen, dem Vertreter von „Fußball Ostbelgien“ beim Provinzialkomitee.

„Es wurde auch nachgeforscht, wir haben aber keine sicheren Beweise für das Gerücht. Deswegen können wir auch schlecht gegen einen Verein vorgehen. Aber natürlich würde das auf gar keinen Fall vom Provinzialkomitee toleriert“, so Löfgen weiter.

Für finanzielle Forderungen anderer Vereine gibt es also keine Beweise. Trotzdem hatte der KSC Lontzen erst einmal Schwierigkeiten, einen wechselwilligen Verein zu finden.

Rückblickend hätte man sich den ganzen Trubel natürlich sparen können, sagt Gerd Malmendier, Präsident des KSC Lontzen, zumal es am Ende ein simpler Übersetzungsfehler gewesen sei, dass man in Lontzen eine falsche Auswahl getroffen hat. „Die Frage ist allerdings, selbst wenn wir die Seite richtig ausgefüllt hätten, ob wir dann auch in der 3D gelandet wären.“

„Denn das ist ja nicht das einzige Argument“, so Malmendier. „Es wird zwar immer als Hauptargument in den Raum gestellt, aber wenn man sich mal die P4 anschaut, sieht man, dass dort im Grunde das Gleiche passiert ist und da hat es nicht zu einem Serienwechsel geführt. Ich denke also, dass auch geographische Gründe eine Rolle dabei spielen, wie die Serien aufgestellt werden.“

Doch bei aller Unruhe sind die Klassen jetzt geklärt, jetzt müssen nur noch die Umstände geklärt werden, wie die kommende Saison für die Vereine ablaufen wird, ob Zuschauer zugelassen sind und ob die Kantinen geöffnet werden dürfen. Denn ohne Einnahmen durch Zuschauer macht der Aufwand zur Rückkehr in die mit Derbys gefüllte P3D für den KSC Lontzen auch keinen Sinn.

cr/re/mg

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