E-Kabine sorgt für Wirbel im Lontzener Gemeinderat

Der Bau einer E-Kabine in Walhorn sorgte am Montagabend im Lontzener Gemeinderat erneut für Diskussionen. Dabei sollte es eigentlich nur um die Abänderung eines im Oktober 2015 genehmigten Gemeindebeschlusses gehen.

Rathaus von Lontzen

Bild: Julien Claessen/BRF

Die Abänderung war schnell erklärt: Ores werden nur 42 Quadratmeter zum Bau einer E-Kabine auf dem Johberg zur Verfügung gestellt und nicht wie geplant 50.

Bereits im Oktober 2015 stimmte Ecolo gegen die Errichtung der E-Kabiene und auch jetzt könne man die Wahl des Standortes nicht nachvollziehen, so Monique Kelleter-Chaineux. Niemand habe sich um einen anderen, diskreteren Standort bemüht.

Schöffe Roger Franssen sah das anders. Vor allem seien diese Kabinen keine hässlichen Klötze mehr, die in der Gegend rumstehen und zum anderen müsse Ores Bauvorgaben erfüllen, wie zum Beispiel eine Fassade aus Bruchstein. Auch die Lage sei eine gute, denn genau an dieser Stelle sei Bedarf, so Franssen.

Die Ecolo-Fraktion zeigte sich dennoch nicht zufrieden und stimmte erneut gegen den Bau der Kabine.

Kameraüberwachung: Option für Lontzen?

Kameraüberwachung im öffentlichen Raum, wird das auch in Lontzen eine Option sein? Diese Frage stellte Isabelle Schifflers (Energie) am Montag im Lontzener Gemeinderat. Zurzeit sei noch nichts entschieden, so Bürgermeister Alfred Lecerf. Man warte noch eine Anbieter-Analyse ab.

Im Gegensatz zu Eupen, wo man sich für fest installierte Kameras ausgesprochen hat, möchte man in Raeren, Kelmis und Lontzen am liebsten auf mobile Systeme zurückgreifen, die jederzeit an einem anderen Standpunkt installiert werden können, erklärte Lecerf.

Weitere angeschnittene Punkte

Auch die Vorstellung des Lontzener Aktionsplans 2017-2019 zur Flussbewirtschaftung sorgte im Lontzener Gemeinderat für das ein oder andere Wortgefecht. Vor allem der Punkt zur Sensibilisierung der Anwohner der Groetbachquelle durch Hinweistafeln zu dort gefundenen Pflanzen und deren Bedeutung, sorgte für Diskussionen zwischen Monique Kelleter-Chaineux (Ecolo) und Schöffe Roger Franssen (Union).

Monique Kelleter-Chaineux findet es absolut unsinnig und unnötig, gerade dort die Menschen zu sensibilisieren, da es vorerst noch andere Dinge rund um die Quelle in Ordnung zu bringen gäbe.

Die Gemeinde Lontzen muss bis zum 1. September 2016 die Anträge für Projekte im Rahmen des Infrastrukturplanes der Deutschsprachigen Gemeinschaft eingereicht haben. Zu den Projekten der Gemeinde Lontzen gehören die Innengestaltung des Jugendheim Herbesthal, die Restaurierung des Altares in der St. Hubertus-Kirche und die Erneuerung der Heizung in der Hubertus-Halle, erklärte Schöffe Roger Franssen dem Gemeinderat.

Die Gemeindeschule Herbesthal erhält zwei neue Unterstände. Das beschloss am Montag der Gemeinderat. Außerdem wird in der Walhorner Gemeindeschule eine alte Akustik-Falttrennwand, die zwei Kindergartenklassen voneinander trennt, durch eine neue ersetzt.

Lena Orban - Bild: Julien Claessen/BRF

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