Eupener Bergviertel: Skulptur von Romain Van Wissen feierlich eingeweiht

Im Eupener Bergviertel ist am Samstag die Pferde-Skulptur von Romain Van Wissen feierlich eingeweiht worden. Die Glasfaser-Skulptur des Membacher Künstlers, die 2005 für die "Horse Parade" im Brüsseler Jubelpark geschaffen wurde, wertet das Bergviertel optisch auf.

V.l.n.r.: Kulturschöffe Philippe Hunger, Karl-Heinz Brüll (Viertel-Komitee), Romain Van Wissem, Bauschöffe Michael Scholl und Ludwig Dohme

Das Bergviertel in Eupen hat durch die Aufstellung einer von dem Künstler Romain Van Wissem bemalte Skulptur eine optische Aufwertung erfahren. Die Glasfaser-Skulptur hatte der Künstler aus Membach anlässlich der 175-Jahr-Feiern im Jahr 2005 für eine „Horse Parade“ titulierte Ausstellung im Brüsseler Jubelpark geschaffen. Dank der Unterstützung der Provinz Lüttich konnte die Skulptur am Samstag offiziell enthüllt werden.

Eupens Kulturschöffe Philipp Hunger hob in seiner Ansprache den Einsatz des früheren Metzgers und bekennenden Pferadefreundes Ludwig Dohm bei dem Projekt hervor. Der 76-jährige Anwohner habe die Idee zur Aufstellung der Skulptur gehabt.

„Unser Bergviertel hat immer mit Landwirtschaft im kleinsten Sinne zu tun gehabt. Pferde waren immer hier auf dem Berg und zwar durch die Schmiede und die Stellmacherei. Ich bin selbst immer ‚Pferde-Mann‘ gewesen und das treibt einen irgendwohin – und ich bin vor allen Dingen immer Liebhaber von Ardennen-Pferde gewesen; die kann ich nicht genug sehen“, erklärt Ludwig Dohm, der im Jahre 1975 auch Karnevalsprinz war.

Der Einweihungsfeier waren eine Messe in in der Bergkapelle und ein anschließendes Frühstück im Ephata-Zentrum vorausgegangen. Für das Viertel-Komitee kündigte Karl-Heinz Brüll weitere Initiativen an. Unter Hinweis auf eine 50 Nationen zählende Anwohnerschaft, äußerte Brüll die Erwartung, dass sich das Viertel weiter positiv entwickeln werde.

„Heutzutage muss man diese Orte der Begegnung, die früher ganz natürlich waren – wie die alte Schmiede, die Geschäfte und die Pferdetränke, wo die Menschen sich trafen – neu schaffen. Das ist einer der Bausteine, die wir im Viertel-Komitee eigentlich vorantreiben: Einerseits die Verkehrsberuhigung, der zweite Baustein ist die Verschönerung des Viertels und der dritte ist vielleicht der wichtigste: Dass die Menschen wieder lernen zusammen zu leben und neues Zusammenleben zu schaffen. Das ist der mühsamste Punkt. Da muss man halt Schritte aufeinander zu machen. Das ist auch das Thema dieses Jahr: Wir wollen den ersten Schritt wagen“, erklärt Brüll.

rkr/mg - Bilder: Rudolf Kremer/BRF