Gemeinderat Burg-Reuland: Im Mai bestimmt Espeler über die „Benzinstraße“

Im Gemeinderat von Burg-Reuland waren die Straßeninfrastruktur und die Verkehrssicherheit einmal mehr die zentralen Themen. Ein Projektautor soll vorschlagen, welche verkehrsberuhigenden Maßnahmen auf Dauer umgesetzt werden können. Für Testphasen behält der Gemeinderat mehr oder weniger freie Hand. Was aus der sogenannten "Bezinstraße" wird, darüber sollen die Bürger aus Espeler an einem noch festzulegenden Sonntag im Mai befinden.

Gemeindehaus von Burg-Reuland

Bild: Julien Claessen/BRF

Es ist zwar keine Volksbefragung im eigentlichen Sinne, doch hat die Burg-Reuländer Mehrheit schon angekündigt, sich an das Ergebnis halten zu wollen. Statt einer schriftlichen Umfrage zieht sie nun ein Stimmbüro vor. Dort soll jeder Bürger aus Espeler sein Votum abgeben können.

Es geht darum, ob die „Benzinstraße“ nach Luxemburg für alle geöffnet ist oder ob sie dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr vorbehalten bleibt. Alain Stellmann sah darin eine zu enge Einschränkung. Die von ihm vorgeschlagene Ausdehnung auf „außer Ortsverkehr“ werteten andere Ratsmitglieder aber als Problem, weil das nur innerhalb der Ortschaft gelte.

Vor diesem Hintergrund gab Joseph Verheggen zu bedenken, dass die geplante Umgehung der N62 mit ihrer ersten Phase an der Espeler Mühle stranden könnte. Bei einem Treffen mit der Bürgerinitiative habe sich Minister Maxime Prévot selbst für die billigere Trasse 3 ausgesprochen – doch scheitere diese an der „grünen Lobby“, sagte Verheggen, ohne das werten zu wollen.

Die geplante Brücke hinter dem Kulturhaus in Burg-Reuland wird nicht gebaut. Nach überwiegender Ansicht im Gemeinderat stehen die zu erwartenden Kosten nicht im Verhältnis zum Nutzen. Das gelte selbst für die schon abgespeckte Version des Projekts. Schließlich gebe es schon drei Übergänge vom RAVeL-Weg in die Ortschaft.

Stephan Pesch