Integration: „Duo-Day“ soll Arbeitnehmer mit und ohne Behinderung zusammenbringen

Wenn es um Menschen mit einer Behinderung geht, wird viel getan, um sie so gut wie möglich in die Gesellschaft zu integrieren. Aber es bleibt auch noch viel zu tun, beispielsweise in der Arbeitswelt.

Duo für einen Tag: Bernard Flass, Gemeindemitarbeiter Lontzen und sein Praktikant Thomas Thaeter

Viele Unternehmen trauen sich nicht, eine Person mit einer Behinderung einzustellen. Oft geschieht dies aus Angst, mit der Situation nicht richtig umgehen zu können oder den neuen Arbeitnehmer zu intensiv begleiten zu müssen. Die landesweite Initiative „Duo Day“ will hier Abhilfe schaffen. Ein Praktikum soll Arbeitnehmer mit und ohne Behinderung für einen Tag zusammenbringen. Am Donnerstag fand die Aktion bereits zum zweiten Mal statt.

„Duo Day gibt Arbeitgebern die Möglichkeit, mit Personen aus ihrem Betrieb ein Duo zu bilden mit einer Person mit Behinderung, die dann einen Tag lang dem Arbeiter in dem Betrieb über die Schulter schauen und auch mitarbeiten kann“, erklärt Michael Sparla von der Dienststelle für Personen mit Behinderung. So sollen vor allem Berührungsängste abgebaut und schlussendlich die Menschen mit einer Behinderung besser in die Berufswelt integriert werden. Insgesamt haben am Donnerstag in der DG rund 30 Duos an der Aktion teilgenommen.

Man sei oft überrascht, zu welchen Leistungen Menschen mit Behinderung fähig seien, so Sparla. Umgekehrt gibt es auch für Betriebe Hilfestellungen. Michael Sparla kümmert sich jeden Tag darum, dass Menschen mit einer Behinderung an ihrem Arbeitsplatz zurecht kommen und dort integriert werden. Dazu besucht er täglich Unternehmen in der Gemeinschaft, die eine Person mit einer Behinderung beschäftigen und hilft, Arbeitsplätze und -abläufe so anzupassen, dass der Arbeitnehmer dort so produktiv und eigenständig wie möglich arbeiten kann.

Anne Kelleter

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