Halbzeit in Amel: Klaus Schumacher und Frédéric Arens ziehen Bilanz

Die Industrie- und Gewerbezone Kaiserbaracke ist eines der Dauerbrenner-Themen in Amel. Aber auch das geplante Ärztehaus hat schon für viele Diskussionen gesorgt. Im BRF-Interview sprechen Bürgermeister Klaus Schumacher und Oppositionsmitglied Frédéric Arens über ihre Sicht der Dinge.

Halbzeitbilanz Amel: Oppositionsmitglied Frédéric Arens (GZ-Mach mit!) und Bürgermeister Klaus Schumacher (GI) mit BRF-Redakteur Stephan Pesch

Halbzeitbilanz Amel: Oppositionsmitglied Frédéric Arens (GZ-Mach mit!) und Bürgermeister Klaus Schumacher (GI) mit BRF-Redakteur Stephan Pesch

Die Industrie- und Gewerbezone Kaiserbaracke ist ein zentrales Thema in der Ameler Gemeindepolitik geworden. Das wird auch bei der Halbzeitbilanz deutlich. Neben Problemen mit einzelnen Betrieben steht dabei die geplante Erweiterung der Zone ganz oben.

Aufgrund ihrer Erfahrungen hat die Gemeinde Amel die Ausdehnung an Bedingungen geknüpft: „Wir sind schon dafür, dass weiterhin ein gemischtes Gewerbegebiet besteht“, sagt Amels Bürgermeister Klaus Schumacher, „aber wir sind kategorisch – und das im Einklang mit der Bürgerinitiative – gegen Großunternehmen. Das heißt gegen diese S20, wie sie bis jetzt festgehalten worden sind. Wenn das der Fall wäre, dass das zuständige Ministerium uns das auferlegen würde,  dann würden wir das ‚Heft zumachen‘, das haben wir ganz klar gesagt. Wir haben einen Brief erhalten, den wir jetzt genauestens analysieren müssen.“

Ein dazu anberaumtes Treffen mit der Bürgerinitiative Kaiserbaracke und den Wirtschaftsakteuren musste verschoben werden. Sorgen bereitet der Gemeinde Amel derzeit insbesondere das Biomasseheizkraftwerk Renogen. Offenbar hat der Betrieb mit seinem Schadstoffausstoß gegen Auflagen verstoßen, was die sofortige Schließung nach sich ziehen könnte. Mit Blick auf mögliche Schadensersatzforderungen wartet das Ameler Gemeindekollegium nach wie vor auf einen offiziellen Bescheid der wallonischen Behörden.

„Natürlich ist das mit sehr viel externem Druck verbunden, natürlich gibt es eventuelle Regressansprüche der Firmen“, gibt Frédéric Arens von der Opposition zu, „trotzdem liegt ein Teil der Verantwortung auch bei der Gemeinde. Es gibt natürlich einen Teil der Verantwortung beim Minister. Er hat einige Eckdaten festgelegt, an die sich offensichtlich nicht gehalten wird. Und trotzdem passiert nichts, und das können wir einfach nur bemängeln.“

Ein weiteres Dauerbrenner-Thema ist das geplante Ärztehaus in Amel. Damit wird es langsam ernst: Nach einigem Hickhack im Ameler Gemeinderat lässt die Gemeinde das Ärztehaus nun im Gebäude der früheren Bischöflichen Schule einrichten. Dieses Gebäude war zuletzt für den Kindergarten genutzt worden – und der ist ja in die ausgebaute Schule „Auf Kahlert“ umgezogen. Ganz vom Tisch ist das Thema aber nicht, wie die jüngste Haushaltsdebatte zeigte.

Stephan Pesch - Bild: BRF

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