Halbzeit in Lontzen: Alfred Lecerf und Patrick Thevissen ziehen Bilanz

Seit über 20 Jahren regiert in Lontzen Bürgermeister Alfred Lecerf und seine UNION mit absoluter Mehrheit. Im BRF-Interview sprechen Alfred Lecerf und Oppositionsmitglied Patrick Thevissen über die Prioritäten in der noch verbleibenden Legislatur. Für Diskussionen sorgt unter anderem die Industriezone East-Belgium-Park.

Rathaus von Lontzen

Bild: Julien Claessen/BRF

In der Gemeinde Lontzen regiert seit über zwanzig Jahren Bürgermeister Alfred Lecerf. Bei den letzten Gemeinderatswahlen verlor seine UNION zwar zwei Mandate, behielt aber mit neun Sitzen die absolute Mehrheit. Zweitstärkste Fraktion ist die liberale Liste ENERGIE von Patrick Thevissen mit fünf Vertretern. Ebenfalls im Lontzener Gemeinderat vertreten ist ECOLO mit drei Mandataren.

Für die Lontzener Oppositionsfraktion ENERGIE macht die Gemeinde zu wenig um die Industriezone East-Belgium-Park voranzutreiben. Im BRF sagte Patrick Thevissen, die Mehrheit warte viel zu sehr ab. Nach Ansicht von ENERGIE soll die Gemeinde pro-aktiv auf Unternehmen zugehen. „Der East-Belgium-Park ist ein großer Park. Es sind andere Gemeinden, die mitbetroffen sind von diesem Park. Wir sind an der Grenze zu Deutschland, was positiv ist, aber gleichzeitig auch eine Konkurrenz-Situation schafft. All diese Elemente sind Gründe, weshalb wir es für dringend nötig halten, dass wir jemanden in der Gemeinde haben, der als ‚Mister East-Belgium-Park Lontzen‘ fungiert und der uns die Unternehmen hierher zieht“, erklärt Patrick Thevissen.

Bürgermeister Alfred Lecerf (Union) will die Kritik nicht auf sich sitzen lassen. Die Gemeinde sei ständig aktiv auf der Suche nach Unternehmen. Aber nicht im Alleingang. „Wir sind eine kleine Gemeinde mit einer kleinen Verwaltung und wir sind diese Partnerschaften eingegangen – und da sind wir auch froh drüber. Wir haben doch immer wieder Kontakte über die SPI, weil sie ja der Promoter des Ganzen ist für die vier Gemeinden. Und das ganze Thema der Investitionen ist in meinen Augen ein Thema, das wir viel besser zusammen vermarkten können, wenn wir da eine Plattform haben, wo mehrere Gemeinden drin sind. Wenn der Herr Thevissen diese Kritik bringt, dann muss ich die akzeptieren, kann aber nicht stehen lassen, dass wir ganz untätig waren und sind“, erwidert der Lontzener Bürgermeister.

vk/mg - Foto: Julien Claessen/BRF

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