Interview mit einem Hans Muff

Am 6. Dezember kommt wieder der Nikolaus - und er kommt bekanntlich nicht allein. Begleitet wird er vom "Hans Muff". In den Sack gesteckt wird heute aber keiner mehr.

Bei einem Nikolausbesuch darf Hans Muff nicht fehlen

Bei einem Nikolausbesuch darf Hans Muff nicht fehlen

Für den Nikolaus und seine Helfer ist derzeit Hochsaison. Im Eupener Raum macht der Nikolaus rund 130 Besuche pro Saison. Schulen, Kindergärten, Betriebsfeiern – es gibt wohl kaum einen Ort, wo der Nikolaus mit seinem Gefolge in diesen Tagen nicht auftaucht.

Für die Kinder ist der Nikolausbesuch ein Highlight in der Vorweihnachtszeit – und für den Nikolaus und seine Helfer ist der Einsatz eine Herzensangelegenheit. Einer der Gehilfen ist Hans Muff: „Seit circa 37 Jahren arbeite ich als Hans Muff. Der Nikolaus ist auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich ihm nicht helfen möchte. Da habe ich ja gesagt.“

Doch Nikolaus und Hans Muff sind auch Respektspersonen. Das galt damals mehr als heute. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch daran, dass unartigen Kindern damals damit gedroht wurde, dass der Hans Muff sie im Sack nach Molenbeek bringe, wo schwarze Seife aus ihnen gemacht werde. Solche Schauermärchen werden heute nicht mehr verbreitet.

„Die Rolle des Hans Muff hat sich ein bisschen geändert. Früher kam er sehr bedrohlich rüber. Und manchmal wurde auch ein Kind in den Sack gesteckt … das würde heutzutage nicht mehr passieren. Wir sind schon dazu da, die Kinder zu ermahnen. Aber vor allen Dingen sind wir dazu da, dem Nikolaus zu helfen.“

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mg/km - Bild: privat

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