Wegen Veruntreuung von Arbeitsentgelt in 39 Fällen und Steuerhinterziehung in 44 Fällen hat das Amtsgericht Aachen einen Gerüstbauer und seinen Bruder zu Freiheitsstrafen von zwei Jahren beziehungsweise einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.
Im Rahmen einer Prüfung und anschließenden Ermittlungen stellten Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Aachen fest, dass der als Gerüst- und Landschaftsbauer selbständig tätige Unternehmer über einen Zeitraum von drei Jahren unter zeitweiliger Beteiligung seines Bruders Mehrarbeitsstunden seiner Arbeitnehmer "schwarz" entlohnte.
Um diese Vorgehensweise zu verschleiern, bediente er sich sogenannter Serviceunternehmen, die Abdeckrechnungen erstellten. Durch die unehrlichen Geschäftspraktiken ist ein wirtschaftlicher Gesamtschaden in Millionenhöhe entstanden. In den Jahren 2008 bis 2011 hinterzog der Firmeninhaber Lohn-, Umsatzsteuer und Sozialversicherungsentgelte in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro.
mitt/rs - Illustrationsbild: Kurt Desplenter (belga)