Kelmis nimmt vorerst keine Flüchtlinge auf

Die Gemeinde Kelmis wird vorerst keine Flüchtlinge aufnehmen. Grund ist anscheinend, dass Fedasil sich nicht mit den Besitzern des Country Clubs Benelux einigen konnte.

Pressekonferenz zu möglicher Ankunft von Flüchtlingen in Kelmis

Pressekonferenz zu möglicher Ankunft von Flüchtlingen in Kelmis

Ende letzter Woche hatte die Gemeinde von Fedasil die Anweisung erhalten, sich auf die Ankunft von 200 Flüchtlingen im Country Club Benelux in Neu-Moresnet vorzubereiten. Am Mittwoch hieß es dann: Kommando zurück, es kommen vorerst keine Flüchtlinge in die Gemeinde Kelmis. Selbst hat die Gemeinde nicht mit den Besitzern gesprochen. Denn auch die Gemeindevertreter wurden von der Absicht von Fedasil ein wenig überrascht.

Ausweichmöglichkeiten in Kelmis gibt es wenige. Vorgeschlagen hat die Gemeinde ein Gebäude in Hergenrath am Bahnhof. Dort könnten gegebenenfalls 20 bis 25 Menschen unterkommen. Bisher hat es dazu aber keine Gespräche zwischen der Gemeinde und Fedasil gegeben.

Am Samstag will die Gemeinde mit der Bevölkerung über die Geschehnisse der letzten Tage und die Aufnahme von Flüchtlingen sprechen. Die Infoversammlung findet am Samstag, dem 7. November, ab 10:30 Uhr im Kulturzentrum von Hergenrath statt.

Die Kelmiser CSP-Opposition hatte zuvor in einer Pressemitteilung die Kommunikation in der Angelegenheit beklagt. Der Generaldirektor der Gemeinde, Pascal Kreusen, habe mitgeteilt, dass Fedasil keine Einigung mit den Eigentümern der Appartements für die Aufnahme von Flüchtlingen erzielt habe. Die für Mittwoch geplante Fedasil-Infoversammlung mit den Gemeindevertretern sei nun hinfällig geworden. Wie könne es sein, dass die Aufnahme von 200 Flüchtlingen kommuniziert werde und sich danach herausstelle, dass sich Fedasil nicht mit den Eigentümern einigen könne, kritisierte die CSP.

Der vorläufige Verwalter eines Teils der Wohnanlage, der Rechtsanwalt Philippe de Burnenville, erklärte unterdessen dem BRF, dass er in der Angelegenheit nicht einmal von Fedasil kontaktiert worden sei.

Reaktion von Bürgermeister Goebbels auf die CSP

Die Kritik der CSP will Bürgermeister Louis Goebbels nicht gelten lassen. Man habe das Gemeindekollegium sofort informiert, nachdem die Informationen von Fedasil bestätigt worden seien. Da von unzureichender Kommunikation zu sprechen sei unverschämt, so Goebbels. Er habe den Eindruck, die Opposition versuche hier, aus dem Schicksal der Menschen politisches Kapital zu schlagen.

Das Thema soll nun auf der nächsten Gemeinderatssitzung besprochen werden.

Am Samstag will die Gemeinde mit der Bevölkerung über die Geschehnisse der letzten Tage und die Aufnahme von Flüchtlingen sprechen. Die Infoversammlung findet am Samstag, dem 7. November, ab 10:30 Uhr im Kulturzentrum von Hergenrath statt.

mitt/ake/mb - Bild: Anne Kelleter/BRF

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