AGORA und arsVitha präsentieren gemeinsames Theater-Schulprogramm

Was verbindet die "Hühnerliebe" von Fridolin und Friederike mit der "Harmonie der Gefiederten"? Oder den "Lügensammler" mit dem "Taksi to Istanbul"? Nun, sie alle sind Teil des neuen Theater-Schulprogramms, das AGORA und arsVitha gemeinsam präsentieren.

AGORA und arsVitha präsentieren gemeinsames Theater-Schulprogramm

AGORA und arsVitha präsentieren gemeinsames Theater-Schulprogramm

Die Theateraufführungen gehören zu den Momenten aus der Schulzeit, an die man sich recht gut erinnern kann. Das hatte schon was Besonderes, in einen großen Saal zu gehen, die Bühne, die Schauspieler, die Kostüme und die vielen Kinder aus den anderen Schulen zu sehen. Statt „Frau Holle“ oder „Das tapfere Schneiderlein“ stehen heute Stücke wie „Die gestiefelte Katze“, „Flugversuche“ oder „Taksi to Istanbul“ auf dem Programm.

„Im Detail sind es vierzehn Theaterstücke, die wir präsentieren. Das bedeutet ‚von nah und fern‘. ‚Nah‘ bedeutet, dass das Agora-Theater Eigenproduktionen anbietet und ‚fern‘ bedeutet in dem Sinne, dass das arsVitha Kulturforum Gastspiele anbietet. Das heißt wir präsentieren Ensembles aus Köln, aus Berlin, aus Frankfurt. Wir hatten jetzt beispielsweise auch am Wochenende und am Montag das „DAS DA Theater“ aus Aachen mit „Findus zieht um“ hier“, zitiert Kulturmanagerin Jenny Dederichs  aus dem neuen Theater-Schulprogramm.

Das arsVitha Kulturforum und das AGORA Theater haben sich zum vierten Mal für ein gemeinsames Theater-Schulprogramm abgestimmt. „Wir sehen das ganz klar als Service, als Dienstleistung an für die Schulleiter und Schulleiterinnen und eben auch für die Lehrer und Lehrerinnen, damit ihnen aufgrund dieses Gesamtüberblickes auch die Arbeit irgendwo erleichtert wird, eine Auswahl zu treffen“, so Jenny Dederichs.

Etwas Wichtiges kommt noch hinzu: Susanne Schrader, leitende Theaterpädagogin im Auftrag der DG, bietet die kostenlose Vor- und Nachbereitung, wie man sie von AGORA-Stücken schon gewohnt war, nun auch für die Gastspiele der Theatergruppen an, die von arsVitha nach St. Vith gebracht werden: „Das ist jetzt ganz neu in dieser Spielzeit, denn es geht  natürlich um die Kinder, es geht uns um die Jugendlichen, wir sind ganz fest davon überzeugt, dass ein Theaterbesuch etwas ganz Anderes, ein nachhaltigeres Erlebnis ist, wenn man eine Vorbereitung, eine Sensibilisierung erfährt und eben auch eine Nachbereitung, das heißt alle Kinder, alle Jugendlichen sollen in diesen Genuss kommen, nicht nur die, die die AGORA-Stücke sehen, sondern möglichst bei allen Theaterstücken, die in der DG stattfinden.“

In der Praxis sieht das dann so aus: „Ich biete an, eine kurze Sensibilisierung im Vorfeld zu machen, das manchmal auch direkt vor der Vorstellung vor Ort, überhaupt zu sagen: Was ist Theater? Was ist der Unterschied zum Beispiel zum Film? Also, da wird für euch gespielt, wir sagen: Das Theater ist das Rendezvous zwischen dem Zuschauer und dem Spieler, dass es was Besonderes ist. Und für die Nachbereitung gehe ich in die Schulen und mache einen kleinen Workshop, wenn es die Zeit erlaubt, und erlebe mit den Kindern nochmal nach: Was waren die Lieblingsmomente, was ist passiert? Ich spiele aber auch mit den Kindern, so dass sie selber auch ans Theaterspielen kommen“, erklärt Susanne Schrader. Unter Umständen kommt das Theater sogar zu den Schülern.

Das neue Theater-Schulprogramm ist mit „Findus zieht um“ vom DAS DA Thater aus Aachen und mit „Der König ohne Reich“ vom AGORA-Theater gestartet. Mitte November geht es weiter mit der Jungen AGORA und mit dem Figurentheater Heinrich Heimlich. „Wir haben das Theater-Schulprogramm bereits vor einigen Wochen verschickt, um den Lehrern und Lehrerinnen die Möglichkeit zu geben, vorab schon mal reinzuschauen, es ist so, dass wir insgesamt noch vier Gastspiele anbieten werden. Diese Stücke werden wir morgens um 10:00 und nachmittags um 14:00 Uhr anbieten – und davon sind schon zwei restlos ausverkauft. Also es läuft sehr gut an“, bilanziert Jenny Dederichs.

Stephan Pesch - Bild: BRF

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