Publikumsliebling: Löwenbaby „Malor“ ist der Star im Eifel-Zoo Lünebach

Ein Löwenbaby ist der neue Star im Eifel-Zoo Lünebach: Malor hat schon Tausende Besucher angezogen. Weil die Mutter ihr Junges nach der Geburt verstoßen hatte, wurde der kleine Löwe von der Zooleiterin zu Hause aufgezogen. Dort entwickelt er sich prächtig. Jeden Nachmittag kommt er für eine Stunde in den Eifel-Zoo, wo er sein eigenes kleines Gehege hat.

Heute ist sein Geburtstag: Fünf Monate wird der kleine Malor alt. Seine Ziehmutter Isabelle Wallpott ist stolz auf ihn: Er hat sich prima entwickelt. Dabei hätte nach seiner Geburt keiner gedacht, dass er überlebt. Er war viel zu klein und unterernährt und hatte somit kaum Überlebenschancen. Es grenze an ein Wunder, dass er noch da sei, so Isabelle Wallpott, Leiterin des Eifel-Zoos Lünebach.

Seinen Namen Malor hat er erhalten, weil er ein „Malheurchen“ war und weil seine Mutter ihn nicht angenommen hat. Dass Mütter ihre Jungtiere nicht annehmen sei in der Raubtierwelt öfter so, erklärt die Zooleiterin, die den Kleinen bei sich aufnahm.

Malor wird mit Katzenaufzugsmilch ernährt – bis zu drei Liter davon trinkt er am Tag. Hinzu kommen zwei Kilo Rindfleisch. Mittlerweile wiegt das Löwenbaby schon 22 Kilogramm. Bald muss er raus ins Gehege, denn bald schon kann die kleine Raubkatze gefährlich werden. Aber noch wohnt er bei Isabelle Wallpott, wo er es sich im eigens für ihn aufgebauten Laufstall gemütlich macht.

Malor ist nicht die erste Handaufzucht im Eifelzoo. Dort wurden schon sibirische Tiger mit Hand aufgezogen. Insgesamt 450 Tiere zählt der Park, darunter exotische Exemplare wie die indischen Hirschziegenantilopen. Vor allem Jungtiere gehören zu den Lieblingen der Besucher, von denen viele aus Belgien und den Niederlanden kommen. Malor haben sie besonders ins Herz geschlossen. Das gibt dem Eifel-Zoo neue Aufmerksamkeit.

Der kleine Malor sei eine Art Botschafter für den Privatzoo, der keine Zuschüsse erhält, sondern sich ausschließlich über Eintrittsgelder finanzieren muss, erklärt die Zoodirektorin. Ihr Wunsch ist es die Raubtierhaltung zum Positiven zu verändern. Nicht nur deshalb ist der kleine Malor Isabelle Wallpott so ans Herz gewachsen. Noch kann sie ihn mit nach Hause nehmen, aber spätestens im Herbst wird er im Zoo bleiben müssen.

Michaela Brück - Bilder: Michaela Brück/BRF

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