In Eupen traf der geschäftsführende Direktor von Liège Airport, Luc Partoune, am Donnerstag zu einem Gespräch unter anderem mit PDG-Präsident Karl-Heinz Lambertz sowie Vertretern der Regierung und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zusammen.
Der Lütticher Flughafen hat sein Angebot ausgebaut: Neue Flugverbindungen nach Griechenland, Tunesien, Korsika, Spanien und Deutschland machen den Regionalflughafen auch für die Menschen in der Euregio attraktiv. Die neue Verbindung nach München ist für Lüttich und die Euregio ein Tor zur Welt, da ab München nunmehr 200 Mittel - und Langstreckenziele zugänglich sind.
Ziel der von Luc Partoune angeregten Zusammenkunft in Eupen war es, nach gemeinsamen Wegen zu suchen, den Bekanntheitsgrad des Lütticher Flughafens zu erhöhen. Er sei gekommen, um zu sehen, wie man die Zusammenarbeit mit der DG ausbauen und eine Zusammenarbeit mit Reisebüros anstreben könne. Auch könne dadurch die Mobilität der ostbelgischen Bevölkerung verbessert werden, so Partoune.
Für Luc Partoune ist klar: Der Flughafen ist in einem dichten Einzugsgebiet gut erreichbar, die Check-in-Zeiten sind kurz und der Empfang der Flugpassagiere ist sehr gut. Dank der Partnerschaft mit Lufthansa stünden nun zweimal täglich mit der Fluggesellschaft BMI ab Lüttich via München zahlreiche Zielorte in Asien, den USA, Russland, Brasilien oder Südafrika zur Verfügung. Die Belgier, Niederländer und Deutschen würden keine Zeit mehr in den Staus auf der Fahrt zu riesigen Flughäfen verlieren.
Doch auch Flüge nach Südfrankreich und Norditalien seien sehr gefragt. Daniel Hilligsmann, der in Vertretung von Ministerpräsident Oliver Paasch an dem Treffen teilnahm, erklärte: "Um München zu erreichen muss man momentan hundert Kilometer zurücklegen, bis man einen ersten Flughafen erreicht, der das Ziel ansteuert. Die Deutschsprachige Gemeinschaft begrüßt das neue Angebot des Flughafens von Lüttich sehr, da dieses die Mobilität der Einwohner der Deutschsprachigen Gemeinschaft fördert. Andererseits ist der Liège Airport ein wesentlicher Faktor für unseren Standort. Anhand einer gesteigerten Mobilität genießt die Deutschsprachige Gemeinschaft hier wesentliche Vorteile."
In Kürze sollen weitere Kontakte mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft erfolgen.
Bild: Nicolas Lambert/BELGA