Streik-Montag: Lüttich ist wie ausgestorben

Zahlreiche Unternehmen, Schulen und öffentliche Dienste in Lüttich sind am Montag lahmgelegt. Im Stadtzentrum sind alle Geschäftsgalerien geschlossen. Auch Kreuzungen werden blockiert.

Guillemins Bahnhof

Guillemins Bahnhof

Lüttich gleicht zur Zeit einer toten Stadt. Der Streik hat nicht nur zahlreiche Unternehmen lahmgelegt, auch zahlreiche Geschäfte, sowie Schulen und öffentliche Dienste sind betroffen. Die Streikposten werden bis in den Nachmittag aufrecht erhalten. Im Lütticher Stadtzentrum sind alle Geschäftsgalerien geschlossen.

Von Streikposten blockiert werden auch der Justizpalast, die Gebäude der Provinzregierung oder der Universität. An Kreuzungen und Autobahnausfahrten lassen Streikposten nur einzelne Fahrzeuge durch.

„Lüttich ist eine ausgestorbene Stadt“, sagt Marie-Hélène Ska von der christlichen Gewerkschaft. „Die Streikaktionen werden sehr gut befolgt. Das zeigt einmal mehr, wie besorgt die Menschen sind“, sagt Ska. „Es ist an der Zeit, dass sich die Regierung auf die Gewerkschaften zubewegt.“

In der Provinz Lüttich liegt auch die Postverteilung still. Seit Mitternacht blockieren Streikposten das Verteilerzentrum in Lüttich. Auch die Verteilung der Zeitungen in der Provinz Lüttich ist von dem Streik betroffen. Lediglich in Ostbelgien und in den Gemeinden Neupré und Fléron wird die Post teilweise verteilt.

belga/cd - Bild: Laurie Dieffembacq/BELGA