Streik in Ostbelgien: Gewerkschaften zufrieden

Der Streiktag am Montag in der Provinz Lüttich hat auch Ostbelgien nicht unberührt gelassen. Eine Streikaktion konzentrierte sich vor allem auf die Industriezone an der Herbesthaler Straße in Eupen. Der Durchgangsverkehr funktionierte aber wie immer.

Streik-Montag: Industriezone Eupen

Treffpunkt 5 Uhr früh in der Industriezone Eupen. Hier soll am Montag nicht mehr gearbeitet, sondern demonstriert werden. Die Gewerkschaften möchten ein Zeichen setzten. Trotz Kälte sind viele gekommen. In Gruppen von rund 30 bis 50 Personen werden die Wege zu den Unternehmen blockiert.

Ferdi Leusch von der CSC ist schon zu Beginn des Streiks zufrieden. „Wir sind überrascht und froh, dass so viele Leute heute gekommen sind – trotz der widrigen Temperaturen. Die Stimmung ist trotzdem gut. Die Leute wissen, dass es nicht anders möglich ist, um den Druck auf die Regierung aufrecht zu erhalten“, erklärt Leusch im BRF-Interview.

Busse und Bahnen fahren am Montag in der Provinz Lüttich nicht. Durch die Hauptachse der Industriezone fließt der Verkehr Richtung Autobahn problemlos. So war es auch angekündigt worden. Einigen Streikenden ist das ein wenig zu harmlos. Ab und zu bummeln sie langsam im Kreis über einen Zebrastreifen oder verteilen Flugblätter an die Autofahrer. Dadurch kommt es zu einigen kleineren Staus, die sich aber schnell wieder auflösen.

Auch Renaud Rahier von der FGTB ist mehr als zufrieden: „Es sind viel mehr Leute gekommen, als wir erwartet hatten. Die Leute haben verstanden, worum es geht“, erklärt Rahier. Der Indexsprung oder die Rente mit 67 stehen im Mittelpunkt der Streikaktionen. Aber es gebe noch viel mehr Pläne der Föderalregierung, gegen die man protestieren müsse.

In den Morgenstunden waren nach ersten Schätzungen rund 400 Streikende auf den Beinen. Noch bis 15 Uhr wollen sie die Industriezone Eupen blockieren. Für die Gewerkschaften läuft bisher alles nach Plan.


Bilder: BRF