Erinnerung: Stolpersteine in Eupen

In der Gospert- und in der Simarstraße erinnern ab sofort "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig an fünf Menschen, die Opfer der Nazi-Diktatur wurden. Rosa Schalit, deren Vater in Auschwitz starb, war zur Einweihung nach Eupen gekommen.

Gedenken an die Opfer der Nazis: Stolpersteine in Eupen

"Stolpersteine" der Familie Schalit in der Gospertstraße

„Stolpersteine“ der Familie Schalit in der Gospertstraße

In Eupen ist am Sonntag fünf Opfern des Nationalsozialismus gedacht worden. Dabei wurden in der Gospert- und in der Simarstraße sogenannte Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig im Bürgersteig eingelassen.

Mit den pflastersteingroßen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Zu den Geehrten zählt die jüdische Familie Schalit, deren Vater nach Ausschwitz deportiert wurde, wo er verstarb. Seine Frau und beiden Kinder überlebten den Holocaust.

Die 1930 in Eupen geborene Tochter Rosa Schalit war auch zur Gedenkfeier gekommen. Da die genauen Umstände zum Tod ihres Vaters nie geklärt wurden und es bis heute keinen Grabstein gibt, zeigte sich die 83-Jährige gerührt über die Stolpersteine in der Gospertstraße.


Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150