Tanz verbindet: Belgier und Mexikaner trainieren in Walhorn

In Walhorn sind 25 Jugendliche aus Belgien und Mexiko zusammengekommen, um drei Wochen lang zusammen zu tanzen und die Region zu entdecken. Das Austauschprojekt wurde vom Tanzzentrum „Bewegung und Tanz“ initiiert.

Tanz verbindet: Austauschprojekt Belgien/Mexiko in Walhorn

Tanz verbindet: Austauschprojekt Belgien/Mexiko in Walhorn

„Ein schöner Ort, ein total anderes Klima und eine ganz andere Umgebung. Der Unterricht ist super und macht viel Spaß, ist aber auch sehr anstrengend“, erzählt der 19-jährige Carlos aus Mexiko. „Es gefällt mir alles sehr gut hier: der Ort, die Menschen und die Familie, bei der ich wohne.“

Bei der Probe im Turnsaal der Gemeindeschule Walhorn, die BRF1 besucht hat, studiert Carlos mit der 15-jährigen Eva einen ‚Pas de deux‘ auf ein Adagio aus Giselle ein. Eva tanzt schon seit acht Jahren und möchte Berufstänzerin werden.

Auch wenn die sprachliche Verständigung etwas schwierig ist, klappt das Zusammenleben und das Tanzen reibungslos, meint die Leiterin des Zentrums „Bewegung und Tanz“, Anna Edelhoff. Zusammen mit ihrem mexikanischen Mann Fernando Flores hat sie das Austauschprojekt in die Wege geleitet.

„Die Jugendlichen untereinander verstehen sich alle sehr gut“, freut sich die Tanzlehrerin. „Das war von Anfang an so. Als wir sie in Düsseldorf am Flughafen abgeholt haben, waren direkt im Bus rege Gespräche. Ich denke, sie fühlen sich alle sehr wohl bei ihren Gastschwestern und -brüdern in den Gastfamilien.“

Abschlussfeier am 3. August

Neben Paartanz studieren die Nachwuchstalente des Jugendtanz-Ensembles Walhorn und der Tanzschule in Campeche auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán auch eine moderne Choreographie ein. Drei Wochen lang trainieren sie zusammen, jeden Tag von 9 bis 16 Uhr. Am 3. August (um 14:30 und 17 Uhr) zeigen sie im Haus Harna das Ergebnis.

Durch den Austausch sollen die Jugendlichen auch die Region entdecken. „Wir waren bereits im Hohen Venn, in Eupen und in Val-Dieu. Es gibt noch einen Ausflug nach Burg Reinhardstein, weil wir uns auch überlegt haben, was es in Mexiko nicht gibt: das Mittelalter und Burgen.“

„Europa ist wirklich sehr schön, so viel Kultur“, schwärmt die 16-jährige Jiména aus Campeche. „Belgien und die ganze Umgebung hier, Lontzen, Aachen, Brüssel und Brügge, alles wirklich sehr nett. Und unsere Gastfamilie ist wirklich ein Schatz. Wir könnten sogar hier leben, kein Problem!“

Nächstes Jahr hat Jiména die Gelegenheit, den neuen Freunden ihr Land zu zeigen. Dann werden die ostbelgischen Tanzschüler nach Mexiko reisen, um dort Land und Leute kennenzulernen.

Bild: Bewegung und Tanz