MIG: Milchpreis nicht genug gestiegen

Der gestiegene Milchpreis erlaube zwar, die Rechnungen zu zahlen, nicht aber einen gerechten Lohn der Arbeit, erklärte Erwin Schöpges von der Milcherzeuger-Interessengemeinschaft bei der Landwirtschaftsmesse in Libramont.

Landwirtschaftsmesse in Libramont 2013

Landwirtschaftsmesse in Libramont 2013

In Sachen Milchpreis habe sich die Lage hat sich ein wenig verbessert, erklärte Erwin Schöpges von der MIG bei der Land- und Forstwirtschaftsmesse in Libramont. Die gestiegenen Produktionskosten würden die Preissteigerung aber wieder aufwiegen.

„Wir können unsere Rechnungen bezahlen, aber von einer Entlohnung der Arbeit sind wir noch weit entfernt“, so Schöpges in Libramont. Immer mehr Milchbauern würden zu Ackerbauern. Außerdem drohe 2015 das Ende der Milchquoten.

Ähnlich äußerte sich der Sprecher vom wallonischen Agrarverband (FWA). Man könne Löcher stopfen, doch Geld für Investitionen sei nicht da, sagte Daniel Coulonval. Im Juni stieg der Milchpreis auf 33 Cent/Liter. Während der Krise 2008-2009 war er auf 18 Cent/Liter gefallen. „Bei den aktuellen Produktionskosten müsste das Niveau bei 37-38 Cent liegen, um Investitionen tätigen zu können“, so Coulonval.

Peters und Di Antonio zu Besuch

Bei ihrem Besuch auf der Landwirtschaftsmesse von Libramont haben der flämische Ministerpräsident Kris Peeters und der wallonische Landwirtschaftsminister Carlo Di Antonio die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Regionen in Sachen Landwirtschaft hervorgehoben. Seit der Regionalisierung der Landwirtschaft vor zehn Jahren schaffe man es zusammenzuarbeiten, ohne dabei die regionalen Besonderheiten außer Acht zu lassen. Im Hinblick auf die Umsetzung der sechsten Staatsreform sei diese Kooperation auch ein Vorbild für andere Themenbereiche.

belga/fs/km - Bild: Anthony Dehez (belga)