ARD und ZDF bei Belgacom: Merkel schaltet sich ein

Nach Presseinformationen hat die deutsche Kanzlerin Merkel versprochen, bei Premier De Rupo nachzuhaken. Wegen des Streichens von ARD und ZDF aus dem Angebot von BelgacomTV ist auch eine Online-Petition in Umlauf.

Angela Merkel und Elio di Rupo

Angela Merkel und Elio di Rupo

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel will mit Premier Di Rupo über deutsche Sender im belgischen Fernsehnetz sprechen. Anlass ist das Streichen der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF aus dem Programm von BelgacomTV. Das berichtet die Zeitung „Der Tagesspiegel“.

Demnach hat die Kanzlerin versprochen, beim belgischen Premier nachzuhaken. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic hat dem Bericht zufolge Di Rupo schon in einem Brief darum gebeten, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden: „Für die engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Belgien wäre eine Einigung in dieser Sache ein positives Signal.“

Der deutsche Botschafter in Belgien, Eckart Cuntz, hat sich offenbar bereits mit Vertretern von Belgacom getroffen – noch ohne Ergebnis.

Wegen des Streichens von ARD und ZDF aus dem Angebot von BelgacomTV ist eine Online-Petition in Umlauf, die bisher 3.600 Personen unterschrieben haben sollen. Zielgruppe von ARD und ZDF in Belgien sind neben den Bewohnern der Deutschsprachigen Gemeinschaft auch rund 40.000 Deutsche, die vor allem im Raum Brüssel leben.

belga/tagesspiegel/est - Archivbild: Eric Lalmand (belga)

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