Im Vorfeld des Europatages am 9. Mai besuchen in dieser Woche Diplomaten des Außenministeriums Schulen im ganzen Land. Ihre Aufgabe: Sie sollen den Abiturienten Europa näher bringen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Eurokrise geht es darum, den Werdegang der Europäischen Union, ihr Funktionieren und mögliche Perspektiven aufzuzeigen.
Am Dienstag war Renilde Loeckx vom Außenministerium in Büllingen zu Gast. Im Laufe ihrer diplomatischen Karriere war sie unter anderem in den belgischen Botschaften in Bonn und später Berlin tätig und leitete selbst die Botschaft in Prag. Nun ist sie in Brüssel auf europäischer Ebene mit Fragen der Justiz und der inneren Sicherheit befasst. Ausgehend von den Gründervätern und der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl spannt Renilde Loeckx vor den Schülern den Bogen bis zur derzeitigen Sinnkrise der Europäischen Union.
Für das Bischöfliche Institut Büllingen, das zusammen mit 20 anderen Schule aus ganz Belgien ausgewählt wurden, ist der Vortrag der Diplomatin jedenfalls eine interessante Ergänzung. Die Abiturienten richteten verschiedene Fragen an Renilde Loeckx, wie: "Wieso macht man aus Europa nicht einen Staat, in dem zum Beispiel die Löhne gleich wären? Und was wird, wenn der Euro am Ende doch nicht gerettet wird?"
Ihre ganz eigenen Lebenserfahrungen sollen die Schüler jetzt in einen Wettbewerb einbringen. Gefragt ist ihre Vorstellung, wie sie Europa noch stärker und besser erleben können. Als Preis winkt eine Begegnung mit Außenminister Didier Reynders im Egmont-Palast in Brüssel. So könnten die BIB-Abiturienten ihre Fragen und Anregungen zu Europa dann noch eine Stufe höher anbringen.
Bilder: BRF und Kristina Hansen