Milchquote: Schweizer Landwirt zu Gast in St. Vith

Aus Erfahrung lernen: Milchbauer Martin Haab aus der Schweiz hat vor rund hundert Zuhörern aus Ostbelgien und der deutschen Eifel über die Situation nach der Abschaffung der Quoten berichtet. Und die ist alles andere als rosig

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Die Schweizer geben sich gerne als Musterschüler. Ihr Land war seinerzeit das erste, das eine staatliche Mengenregulierung einführte – und 2009 ist es als erstes auch wieder aus dieser Regelung ausgestiegen. Seit vier Jahren erleben die Bauern in der Schweiz also das, was ihren Berufskollegen in der EU mit der Abschaffung der Milchquoten ab 2015 bevorstehen soll.

Und das ist alles andere als rosig, sagt Martin Haab. In St. Vith berichtete er vor rund hundert Zuhörern aus Ostbelgien und der deutschen Eifel über die Schweizer Erfahrungen. Die Erwartungen der Milchbauern seien nicht erfüllt worden – vielmehr werde die zusätzliche Produktion auf dem Weltmarkt „verramscht“. Die Lösung sieht Martin Haab in einer flexiblen Mengenregulierung, wie sie vom „European Milk Board“ gefordert wird.

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