Lontzen: Bahnhofsgelände Herbesthal wird saniert

Der Gemeinderat von Lontzen hat am Montagabend die Sanierung des verbliebenen Bahnhofsgebäudes von Herbesthal auf den Weg gebracht. Das Projekt sieht vor, dass es nach modernen Anforderungen instand gesetzt und gedämmt wird.

Bahnhof Herbesthal wird saniert

Bahnhof Herbesthal wird saniert

Entscheidend für die Sanierung des verbliebenen Bahnhofsgebäudes von Herbesthal sind Gelder der Wallonischen Region. Befürwortet die Region das Projekt, übernimmt sie dank des Programms zur Sanierung alter Gebäude die gesamten Kosten für die Trockenlegung von über 750.000 Euro.

Anschließend geht es an den Innenausbau und die Einrichtung, für die ein Zuschuss der Deutschsprachige Gemeinschaft zu erwarten ist. Die Gemeindekasse muss nur noch knapp 115.000 Euro beisteuern.

Dafür entstehen am ehemaligen Bahnhof Herbesthal ein neuer Jugendtreff, ein Petanque-Raum und ein Unterstellplatz für den Fuhrpark. Auch zusätzliche Räume, die man polyvalent nutzen kann, sind angedacht.

Gemeinderat beschließt Motion zu „Radio Sunshine“

Der Gemeinderat von Lontzen bedauert, dass der Lokalsender Radio Sunshine schon vor der Entscheidung eines Gerichts abgeschaltet wurde. Der Rat vertritt die Meinung, dass bis dahin eine Duldung des Sendebetriebs möglich gewesen wäre.

In einer am Montagabend verabschiedeten Motion appelliert der Rat an die Medienministerin und den Medienrat ihren Standpunkt zu überdenken. Die Fraktion Energie hat sich zu der Motion enthalten.

Benennung von Gemeindesekretär beschäftigt Staatsrat

Im Streit um die Benennung des neuen Gemeindesektärs in Lontzen reicht die Gemeinde Lontzen Klage beim Staatsrat gegen die Deutschsprachige Gemeinschaft ein. Die DG-Regierung als Aufsichtsbehörde der Gemeinden hatte die Benennung von Pascal Neumann zum neuen Gemeindesekretär annulliert. Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten in der Benennungsprozedur.

Neben Pascal Neumann bestand eine weitere Kandidatin die nötige Prüfung vor einer unabhängigen Fachjury. Weil die Kandidatin eine bessere Note erzielte, sprach die Jury eine Empfehlung für die Kandidatin aus.

Der Gemeinderat sah sich an die Empfehlung aber nicht gebunden. Er lud beide Kandidaten zu einem Vorstellungsgespräch. Nach dem persönlichen Kennenlernen entschied er sich für Neumann als neuen Gemeindesekretär. Später zog der Rat diesen ersten Beschluss zurück, weil er vermeintliche Formfehler bei der Benennung vermutete. Es kam zu einer neuen Anhörung. Wieder entschied sich der Gemeinderat für Pascal Neumann.

Dagegen legte die Regierung ihr Veto ein. Die Begründung: Der Vergleich der Kandidaten basiere zu stark auf der Anhörung und zu wenig auf juristischen Fakten. Jetzt soll der Staatsrat die Sache klären.

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