Was geschieht mit Führungskräften nach Regimewechseln?

In Eupen fand jetzt eine Historikertagung statt. Dabei ging es um die Frage, was nach den Staats- oder Regimewechseln von 1919, 1940 oder 1945

aus den Personen wurde, die in Ostbelgien Führungsaufgaben hatten.

Viele interessante Dinge gab es zu erfahren, zum Beispiel von Dr. Carlo Lejeune, der die Zuhörer mit der Frage überraschte, ob die Ausweisung von Klerikern in der Zwischenkriegszeit nicht eher damit zu tun hatte, womit heutzutage ein Bischof Vangheluwe Schlagzeilen macht.

Dr. Christoph Brüll überraschte mit der Feststellung, dass die Bundesrepublik das ostbelgische Agitationsblatt  „Der Wegweiser“ finanzierte, auf Initiative des früheren Volkstumsbeauftragten Thediek.

Die Initiative zu der Tagung hatten zwei Historiker der vorerst jüngsten Generation ergriffen, die beide zudem mit Forschungs- und Lehraufgaben an Hochschulen betraut sind: Dr. Christoph Brüll und Peter M. Quadflieg, zusammen mit dem Staatsarchiv in Eupen, wo die Tagung auch stattfand.

Dort trafen wir neben Quadflieg auch zwei weitere Referenten, Dr. René Rohrkamp und Dr. Herbert Ruland: Letzterer sprach über Aktivisten der „Heimattreuen Front“, die nach dem Krieg in Deutschland lebten und arbeiteten, Dr. Rohrkamp über den Amtsbürgermeister in Malmédy nach 1945 und P. M. Quadflieg über die wirtschaftliche Kollaboration, womit er in gewisser Hinsicht Neuland betritt.

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