Positive Zwischenbilanz des Eifel-Literatur-Festivals

Mit einer Lesung der Erfolgsautorin Donna Leon in der Bitburger Stadthalle geht das Eifel-Literatur-Festival am Mittwoch in die Sommerpause. Vergangene Woche war Theologe Hans Küng zu Gast.

Hans Küng beim Eifel-Literatur-Festival

Hans Küng beim Eifel-Literatur-Festival

Eifel-Literatur-Festival 2012 unter anderem mit Donna Leon

Donna Leon

Wie viele Veranstaltungen der ersten Halbzeit ist auch die Begegnung mit der Erfinderin des legendären Commissario Brunetti, der in der Lagunenstadt Venedig ermittelt, bereits im Vorfeld ausverkauft.

Der Organisator und Leiter des inzwischen zehnten Eifel-Literatur-Festivals, Dr. Josef Zierden, zog im Gespräch mit dem BRF eine äußerst positive Zwischenbilanz.

„Es ist ein Jubiläumsjahr der vielen Möglichkeiten und Kontraste: zwischen Sachbüchern und Belletristik, zwischen einem weltbekannten Autor wie Bernhard Schlink und einer weniger bekannten hoffnungsvollen Autorin wie Alissa Walser. Was mich freut, ist dass das Publikum so auf die Verschiedenheit der Autoren eingegangen ist und sich darauf eingelassen hat“, sagte der Veranstalter.

Ein berühmter Theologe

Vergangene Woche war der weltbekannte Theologe Professor Hans Küng beim Eifel-Literatur-Festival zu Gast. Zusammen mit dem jetzigen Papst, Benedikt XVI., ist Küng der letzte noch lebende Konzilstheologe.

Doch im Gegensatz zu Joseph Ratzinger ist Hans Küng schon früh auf Distanz zum klerikalen, römischen Absolutismus gegangen und hat sich Zeit seines Lebens für eine Erneuerung der Kirche eingesetzt im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils.

In Ungnade gefallen – u.a. wegen seiner kritischen Äußerungen zur Unfehlbarkeit des Papstes – wurde dem Visionär Küng 1979 die kirchliche Lehrbefugnis entzogen. Trotz vieler Demütigungen durch die römische Amtskirche ist der inzwischen 84 Jahre alte Priester und Theologe nicht verbittert, sondern nach wie vor ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Sache Jesu, wie er sagt.

Bei seinem Aufenthalt in Bitburg vergangenen Donnerstag ermutigte er die Christen an der Basis, dringend notwendige Reformen nicht länger nur zu fordern, sondern sie einzuleiten. Die Sexualmoral der Amtskirche und deren Festhalten am Zölibat für Priester sowie die Unterwürfigkeit der Bischöfe bezeichnete er dabei als Katastrophe.

Bilder: Eifel-Literatur-Festival

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