In Ostbelgien erhalten derzeit 126 Kinder und Jugendliche Hausunterricht. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die Unterrichtsminister Jerôme Franssen (CSP) auf eine Frage der Abgeordneten Kathy Elsen (ProDG) im PDG vorgelegt hat.
Im Vergleich zum Ende des vergangenen Schuljahres ist die Zahl damit nahezu unverändert. Zu dem Zeitpunkt waren 127 Kinder eingeschrieben. Allerdings gab es einen Wechsel: 39 Kinder wurden nicht erneut für den Hausunterricht angemeldet, gleichzeitig kamen 38 neue hinzu. Einige Familien entschieden sich für die Rückkehr der Kinder in eine reguläre Schule.
Unterdessen arbeitet die Regierung an einer Reform des Hausunterrichts. Ein überarbeiteter Dekretentwurf wird derzeit für eine erste Lesung vorbereitet. Auch die Lernstandserhebungen zeigen Handlungsbedarf. Ende September nahmen 69 Kinder daran teil. Bei einem Großteil bestehen noch Lücken. Besonders in der Mittel- und Oberstufe der Primarschule und im Fach Französisch zeigen sich Schwierigkeiten.
Die Lernstandserhebung liefere wichtige Hinweise darauf, wo Unterstützung erforderlich sei. Jedes Kind müsse die Kompetenzen erwerben können, die es für eine erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft benötige, sagte Unterrichtsminister Jerôme Franssen.
Wenn zwei Kontrollen negativ ausfallen, muss die Schulinspektion die Hausunterrichtskommission einschalten. Diese entscheidet dann über die Fortsetzung des Hausunterrichts.
mitt/gaz