Das Bethlehem-Krankenhaus in Stolberg hat Insolvenz angemeldet. 1.200 Arbeitskräfte sind betroffen. Sie wissen nicht, ob sie ihren Job behalten können.
Trotz Insolvenz soll der Krankenhausbetrieb zunächst normal weiterlaufen. Auch für die Patienten soll es keine Einschränkungen geben. Die Geschäftsführung will das Insolvenzverfahren in Eigenregie steuern. Ziel sei es, den Standort zu erhalten.
Deshalb soll die Klinik bis 2029 umstrukturiert werden. Welche Abteilungen und wie viele Stellen betroffen sein werden, steht noch nicht fest. Die Klinikleitung will versuchen, Mitarbeiter in anderen Bereichen oder Krankenhäusern unterzubringen.
Das Bethlehem-Gesundheitszentrum Stolberg hatte zuletzt Millionenverluste gemacht. Allein bis 2024 summierten sie sich auf fast elf Millionen Euro. Stolbergs Bürgermeister Patrick Haas kritisiert, dass die Geschäftsführung nicht früher gegengesteuert habe.
Das Bethlehem-Krankenhaus gehört seit der Schließung der Entbindungsstation im Eupener St. Nikolaus-Krankenhaus zu den Anlaufstellen für werdende Mütter aus Ostbelgien.
wdr/ake