Die Gemeinde Welkenraedt zahlt ihren Mitarbeitern mehr als 383.000 Euro für bisher nicht vergütete Überstunden aus. Das hat der Gemeinderat am 22. Oktober im Rahmen einer Haushaltsanpassung beschlossen.
Über Jahre hatten Gemeindebedienstete zahlreiche Überstunden angesammelt. Einige wollten damit früher in Rente gehen. Finanzschöffe Eddy Demonceau (LB/MR) sieht darin einen Schneeballeffekt, der zukünftig immer höhere Kosten verursacht hätte. Deshalb will die Gemeinde jetzt einen Schlussstrich ziehen.
Die 383.109 Euro sollen aus den finanziellen Rücklagen der Gemeinde kommen. Dadurch werde der laufende Haushalt nicht zusätzlich belastet.
Künftig will Welkenraedt die Zahl der Überstunden stärker kontrollieren. Im Gespräch ist eine Obergrenze von 200 Stunden pro Mitarbeiter.
dh/gaz