Beim Klimaanlagen-Zulieferer Copeland in Welkenraedt sind 30 Arbeitsplätze bedroht. Die Direktion hat die Entlassungen am Freitag bei einer außerordentlichen Betriebsratssitzung angekündigt. Betroffen sind 20 Arbeiter und zehn Angestellte aus der Entwicklungsabteilung.
Hintergrund ist, dass Copeland den geplanten Neubau für die Entwicklungsabteilung in Aachen aufgibt. Copeland begründet diesen Schritt damit, dass nur ein Angestellter dem Wechsel nach Deutschland im Vorfeld zugestimmt hatte.
Nach Ansicht der Gewerkschaft CSC Metea zahlen die Beschäftigten den Preis für die mangelnde Vorbereitung der Direktion. Seit September 2025 habe die Geschäftsleitung die Beschäftigten in völliger Ungewissheit gelassen. Es sei kein ernstzunehmender Vorschlag zu den Arbeitsbedingungen in Deutschland auf den Tisch gelegt worden.
Die 23 Mitarbeiter, die nicht von den Entlassungen betroffen sind, werden nun laut Gewerkschaft in die Aachener Büros und damit in deutsche Arbeitsverträge wechseln müssen.
Bereits im September 2024 hatte Copeland in Welkenraedt fast 200 Stellen gestrichen. Seitdem war die Produktion von Kompressoren in Welkenraedt eingestellt worden.
mitt/gaz