Erst vor wenigen Wochen hatten die Betreiber ihre Pläne für St. Vith vorgestellt. Da hieß es, dass sie durch Investitionen den Fortbestand des Schlacht- und Zerlegebetriebs sicherstellen wollten.
Anruf aus Aubel
PEMA-Geschäftsführer Marcel Peters gestand auf Rückfrage immerhin, dass die Sache "richtig dumm gelaufen" sei. Den Antrag auf eine neue Globalgenehmigung in St. Vith habe er im Juni eingereicht. Im Juli sei dann ein Anruf aus Aubel gekommen, von Vincent Gotta, dem heutigen Chef der Unternehmensgruppe.
Dessen Fleischverarbeitungs- und Zerlegebetrieb liegt direkt neben dem Schlachthof in Aubel. Da lag das Interesse an einer Übernahme im wahrsten Sinne des Wortes nahe. Gotta suchte einen Partner - in diesem Fall PEMA in St. Vith. Vor 14 Tagen hätten Gotta und er dann von der Gemeinde Aubel grünes Licht bekommen, sagt Marcel Peters.
Lage in St. Vith "nicht die beste"
Er unterstreicht, dass die Ausbaupläne des Unternehmens in St. Vith zwar eine Verbesserung für die Anwohner hätten bringen sollen. Die historisch gewachsene Lage in diesem Wohngebiet sei aber "nicht die beste". Die Stadt St. Vith habe seinem Betrieb auch ein Gelände im Gewerbegebiet Kaiserbaracke angeboten. Ein Neubau sei für ihn aber finanziell nicht tragbar.
In Aubel dagegen handelt es sich um laufende Betriebe, dazu in einer eigens dafür vorgesehen "Zone agroalimentaire". Darum sei er sich auch mit Vincent Gotta relativ schnell einig geworden. Jetzt ist die Frage, wie der Übergang vonstatten geht. Es läuft ja auch die Betriebsgenehmigung für St. Vith aus.
Die Anwohner werden die neue Entwicklung zufrieden registrieren, aber daran denken, dass der Schlachthof schon mal aus St. Vith wegziehen sollte und den Schlachthof in Bastogne übernehmen, zusammen mit einem anderen Unternehmen namens Gotta - Bernard Gotta.
Stephan Pesch