Zu Inhalt wechseln
  • BRF Nachrichten
  • BRF1
  • BRF2
  • Mediathek
  • Unternehmen
  • BRF1 Livestream
  • BRF2 Livestream
  • BRF Podcast
  • Wetter
  • Verkehr
  • iconfacebook-1
  • iconyoutube-1
  • instagram
  • linkedin2
BRF Nachrichten
  • Home
  • Regional
    • Alle Gemeinden
    • Amel
    • Büllingen
    • Burg-Reuland
    • Bütgenbach
    • Eupen
    • Kelmis
    • Lontzen
    • Raeren
    • St. Vith
  • National
  • International
  • Sport
    • Fußballergebnisse
  • Meinung
    • Kommentar
    • Presseschau
  • Kultur
    • Bücher
    • Kino
    • Kunst
    • Medien
    • Musik
-

"Das gefährdet das Leben und die Sicherheit eines Menschen": Hochsitze in Eupen angesägt

09.10.202616:1409.10.2026 - 18:43
  • Eupen
Forstamtsleiter Maxim Philipps
Forstamtsleiter Maxim Philipps (Bild: Lindsay Ahn/BRF)

In einem Waldgebiet an der Monschauer Straße in Eupen sind mehrere Hochsitze angesägt worden. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in der Region.

Wer einen Hochsitz besteigt, muss sich darauf verlassen können, dass die Holzkonstruktion stabil ist. Ist das nicht der Fall, kann es schnell gefährlich werden. In einem Waldgebiet in der Nähe der Monschauer Straße in Eupen hat ein Jäger nun entdeckt, dass mehrere seiner Hochsitze angesägt worden sind. Für das Eupener Forstamt sind solche Vorfälle besorgniserregend.

"Man macht diese Sachbeschädigung vielleicht, weil man dem Thema Jagd kritisch gegenübersteht, aber letzten Endes gefährdet man auch das Leben und die Sicherheit eines Menschen", sagt der Leiter des Eupener Forstamts, Maxim Philipps.

"Wenn die Holzkonstruktion angesägt ist, kann sie beim Aufstieg natürlich brechen und umkippen und wenn man von mehr als zwei Metern Höhe fällt, kann man sich natürlich auch entsprechend verletzen, wenn man auf den Waldboden fällt oder ungünstig fällt mit der Waffe. Von daher sehen wir das sehr kritisch."

Für das Forstamt sind diese Zwischenfälle alles andere als neu. Alleine in diesem Jahr ist es schon der dritte Vorfall dieser Art. "Wir haben in der Vergangenheit auch gewisse organisierte Strukturen in diesen Straftaten ausfindig machen können", so Philipps. "Ob das jetzt wieder dieselben oder andere Organisationen sind oder vielleicht auch Einzeltäter, kann ich Ihnen nicht sagen. Wenn wir Anhaltspunkte haben und Möglichkeiten, diese Personen zu belangen, dann machen wir das. Jetzt hier in diesen konkreten Fällen, die dieses Jahr aufgetreten sind, haben wir diese Anhaltspunkte leider noch nicht."

Das Forstamt kann selbst lediglich Verstöße ahnden, für die es zuständig ist - etwa das unerlaubte Betreten bestimmter Waldgebiete oder das Befahren von Waldwegen mit dem Auto. Bei der Straftat durch die Sachbeschädigung an den Hochsitzen sind dagegen die Polizei und die Staatsanwaltschaft gefragt.

Teilweise sind die Jagdgebiete mit Kameras ausgestattet. Diese dienen allerdings der Wildüberwachung und nicht der gezielten Beobachtung von Menschen. "Das dürfen diese Kameras nämlich auch gar nicht. Also sie dürfen nicht an Wegen, wo Passanten spazieren könnten, aufgehangen werden. Wirklich nur abseits der Wege, wo der normale Wanderer auch gar nicht sein darf, hängen die Kameras. Ja, die Kameras können dann auch durch den Jagdpächter auf die jeweiligen Infrastrukturen zeigen, aber das liegt dann beim jeweiligen Jagdpächter, inwieweit er diese Kameras anbringen möchte."

Die Installation der Wildkameras muss beim Forstamt beantragt und genehmigt werden. Eine lückenlose Überwachung der Hochsitze wäre aber ohnehin schwierig. Die Jagdreviere umfassen große Flächen. In der Regel gibt es dort rund 40 sogenannte Ansitzdrückjagdeinrichtungen. Über das gesamte Forstgebiet verteilt stehen somit Hunderte solcher Konstruktionen.

Das Forstamt empfiehlt deshalb, jeden Hochsitz vor dem Aufstieg auf mögliche Beschädigungen zu überprüfen. Denn nicht nur die mutwillige Beschädigung kann eine Gefahr darstellen. "Es kann ja auch mal durch ein Sturzgewitter oder durch Absacken des Bodens die Verankerung schwächeln. Oder das Holz ist dann plötzlich doch stärker gefault als gedacht. Das gehört zur Routine mit dazu, aber die Sachbeschädigung nimmt leider zu", so Maxim Philipps.

Der Forstamtsleiter betont außerdem, dass die Jagd ein notwendiges Mittel der Bewirtschaftung bleibt, um einen Mischwald und einen klimaresistenten Wald kostengünstig heranwachsen zu lassen. Der Wolf allein könne die Wildbestände nicht ausreichend regulieren, um zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Bäume überflüssig zu machen.

"Und das sind halt auch Kosten für die Gemeindewaldeigentümer, das sind Kosten für den staatlichen Eigentümer und somit Steuergelder, die bezahlt werden. Diese Organisationen, so recht sie vielleicht in gewissen Kritikpunkten haben, so kritisch müssen sie auch letzten Endes ihr eigenes Handeln hinterfragen, weil auch irgendwie ein Stück weit gegen sich selber vorgehen und dann auch Menschen in Gefahr bringen."

Nicht zuletzt gelte die Ansitzdrückjagd bereits als die ethischste und respektvollste Form der Jagdausübung, da die Tiere dabei - im Vergleich zur klassischen Treibjagd - weniger gestresst würden. Daher sei es umso wichtiger, die Jäger bei der Ausübung dieser Jagdform zu unterstützen, anstatt sie in Gefahr zu bringen, so Philipps.

Lindsay Ahn

Nach oben
  • Home
  • Regional
  • National
  • International
  • Sport
  • Meinung
  • Kultur

Neuigkeiten zum BRF als Newsletter

Jetzt anmelden
Sie haben noch Fragen oder Anmerkungen?
Kontaktieren Sie uns!
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
  • Barrierefreiheit
  • Cookie-Zustimmung anpassen

Design, Konzept & Programmierung: Pixelbar & Pavonet

Cookie Hinweis

Wir nutzen Cookies, um die Funktion der Webseite zu gewährleisten (essentielle Cookies). Darüber hinaus nutzen wir Cookies, mit denen wir User-Verhalten messen können. Diese Daten teilen wir mit Dritten. Dafür brauchen wir Ihre Zustimmung. Welche Cookies genau genutzt werden, erfahren Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Nur essentielle Cookies zulassen Alle Cookies zulassen
  • BRF1
  • BRF2
  • Mediathek
  • Unternehmen
  • Home
  • Regional
    • Alle Gemeinden
    • Amel
    • Büllingen
    • Burg-Reuland
    • Bütgenbach
    • Eupen
    • Kelmis
    • Lontzen
    • Raeren
    • St. Vith
  • National
  • International
  • Sport
    • Fußballergebnisse
  • Meinung
    • Kommentar
    • Presseschau
  • Kultur
    • Bücher
    • Kino
    • Kunst
    • Medien
    • Musik
  • Wetter
  • Verkehr
  • iconfacebook-1
  • iconyoutube-1
  • instagram
  • linkedin2
  • BRF1 Livestream
  • BRF2 Livestream
  • BRF Podcast
Podcast
-